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Rekrut in NÖ gestorben: Obduktionsergebnis stand noch aus

Bundesheer: "Keine Toleranz" bei Fehlverhalten

Nach dem Tod eines Rekruten der Garde in Horn am vergangenen Donnerstag dauerten die Erhebungen einer Bundesheer-Untersuchungskommission an. Man warte zudem auf das Obduktionsergebnis, sagte Dietmar Rust vom Verteidigungsministerium am Dienstag zur APA.

Der Sprecher nahm auf Anfrage auch zu einem aktuellen "Falter"-Bericht Stellung, welcher der APA vorab übermittelt wurde. Bei einem Fehlverhalten, wenn etwa "ein Ausbildner über das Ziel hinausschießt", wie es die Stadtzeitung beschreibt, werde es "keine Toleranz" geben, sagte Rust.

Der Vater eines Kameraden des ums Leben gekommenen Rekruten hat in einem Interview u.a. geschildert, dass sich der Grundwehrdiener "während des Marsches schlecht gefühlt" habe. Nachdem er zusammengebrochen war, sei "nicht sofort die Rettung verständigt" worden. Seinem Sohn sei es "wichtig, dass die Zustände in dieser Kaserne (Horn, Anm.) ans Licht kommen", so der Mann im "Falter"-Gespräch.

"Hier wird offensichtlich nicht auf das Leben der jungen Männer geachtet", wird der Vater weiter zitiert. Bei einer Übung am Tag vor dem Todesfall sollen "mehr als 20 Männer" in Ohnmacht gefallen sein. "Niemand beschwert sich! Die Burschen werden vom ersten Tag an eingeschüchtert und drangsaliert. Und wehe einer wagt es, gesundheitliche Probleme anzusprechen."

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