Reizvoll, aber schwer: Österreich bekommt
es in der EM-Quali mit Deutschland zu tun

Türkei und Belgien weitere Gegner in Horrorgruppe A Quali für EURO 2012 startet heuer im September<br>IHRE MEINUNG: Schafft Österreich die Qualifikation?

Reizvoll, aber schwer: Österreich bekommt
es in der EM-Quali mit Deutschland zu tun © Bild: APA/EPA/Zborowski

Österreichs Fußball-Nationalteam stehen in der Qualifikation für die EM 2012 schwierige, aber reizvolle Aufgaben bevor. Das ÖFB-Team bekommt es in der Gruppe A mit Deutschland, der Türkei, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan zu tun. Die Gruppenphase der Qualifikation beginnt im September und dauert bis Oktober 2011. Über die Ansetzung der zehn Spiele wird noch entschieden.

Um sich direkt für die Endrunde in Polen und der Ukraine zu qualifizieren, müsste Österreich die Gruppe gewinnen oder bester Gruppenzweiter werden. Die restlichen acht Gruppenzweiten spielen in einem Play-off im November 2011 um die restlichen vier Plätze. "Speziell die Spiele gegen Deutschland sind natürlich sehr reizvoll", freut sich Marc Janko auf eine Neuauflage des prestigeträchtigsten Duells. Über die Ansetzung der zehn Qualifikationsspiele wird im Rahmen einer Terminkonferenz entschieden. Sie könnte laut ÖFB-Angaben in der Woche ab 15. Februar in Frankfurt am Main stattfinden.

Zwei Teams zum Ärgern
Teamchef Dietmar Constantini weiß, dass hohe Hürden warten. "Wir haben mit Deutschland und der Türkei zwei Topmannschaften. Wir können sie an einem sehr guten Tag ärgern oder sogar schlagen, wenn sie einen sehr schlechten Tag haben. Auch Belgien ist ein guter Gegner. Und auch gegen Aserbaidschan und Kasachstan holt man sich die drei Punkte nicht nur ab." Die Zielsetzung des Tirolers bleibt aber gleich. "Der Wille muss da sein, das Unrealistische zu schaffen - die Qualifikation."

Topfavorit auf Platz eins ist Deutschland. Die Türkei darf im Spiel in Österreich mit zahlreicher und lautstarker Unterstützung der Einwanderer bzw. ihrer Nachkommen rechnen. Für die WM 2010 konnte sich die Türken nicht qualifizieren und sind nach dem Rücktritt von Fatih Terim noch ohne neuen Tecmchef. Die Türken mussten sich in der WM-Qualifikation hinter Spanien und Bosnien-Herzegowina mit Rang drei zufriedengeben.

In derselben Gruppe machten auch die Belgier eine schlechte Figur und belegten mit nur drei Siegen in zehn Spielen Platz vier. Kasachstan und Aserbaidschan haben noch nie bei einem großen Turnier mitgespielt. Gegen Kasachstan, das in der vergangenen WM-Quali seine sechs Punkte gegen Andorra holte, hat Österreich noch nicht einmal ein Länderspiel absolviert.

(apa/red)