Reisestopp für Napoli-Ultras soll Gewalt
verhindern: Pläne stoßen auf Widerstand

Fans des Garics-Clubs bereits in Rom ausgesperrt

Reisestopp für Napoli-Ultras soll Gewalt
verhindern: Pläne stoßen auf Widerstand

Für das italienische Innenministerium stellen die gewaltbereiten Anhänger des Erstligisten SSC Napoli eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit in den Stadien dar. Die Politiker überlegen deshalb ernsthaft einen Reisestopp für die Ultras des Vereins, bei dem auch ÖFB-Teamspieler György Garics kickt.

Dabei sind erst diese Woche die Anti-Gewalt-Maßnahmen für das Serie-A-Duell und "Risikospiel" zwischen AS Roma und Napoli bereits verschärft worden. Laut einer Anweisung der römischen Stadtverwaltung erhalten nur noch Dauerkarten-Inhaber Einlass ins Olympiastadion, Neapel-Fans bleibt der Zutritt damit praktisch verwehrt.

Das Innenministerium überlegt nun ein Transferverbot der Neapel-Ultras anlässlich des kommende Woche in Florenz stattfindenden Gastspiels bei der Fiorentina, berichteten italienische Medien am Freitag. Die Pläne der Regierung wurden von Liga-Chef Antonio Matarrese heftig kritisiert.

"Ein Spiel ohne Zuschauer hat keinen Sinn", sagte Matarrese. Auch der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), Giancarlo Abete, zeigte sich fassungslos. "Wir wollen wissen, wohin dieser Fußball geht. Niemand hat mehr Spaß. Wir haben noch Vertrauen in die Tifosi, gegen die Gewalttätigen müssen die Sicherheitskräfte vorgehen", betonte Abete.

In Italien gehen Regierung und andere Behörden seit den Krawallen in Catania rigoros gegen Gewalt im Fußball vor. Bei den Ausschreitungen auf Sizilien war im vergangenen Februar ein Polizist getötet worden.

(apa/red)

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