Reisende geben pro Tag 2 Mrd. Dollar aus:
Immer mehr Reisende entdecken Afrika neu

2005 gaben Reisende etwa 682 Mrd. Dollar aus Tourismus ist wieder einer der Wachstumsmärkte

Reisende geben pro Tag 2 Mrd. Dollar aus:
Immer mehr Reisende entdecken Afrika neu

Die Welttourismus-Organisation het errechnet, dass Reisende täglich rund zwei Milliarden Dollar ausgeben. Damit sind die die Ausgaben 2005, mehr als 628 Mrd. Dollar, noch einmal um 3,4 Prozent zu 2004 erhöht. Der Tourismus zählt mit diesem Ergebnis wieder einmal zu den Wachstumsmärkten der Welt.

Dabei sind in dieser Hochrechnung nicht einmal die Transportkosten berücksichtigt. Diese machen etwa weitere 130 Mrd. Dollar aus. Rechnet man diese dazu, steigt der Betrag auf 800 Mrd. Dollar. Das entspricht ungefähr sechs Prozent des globalen Exports aller Güter und Dienstleistungen. Schluss ist noch lange nicht damit, wie der UNWTO Generalsekretär Francesco Frangialli feststellte. Der am stärksten wachsende Markt sei in Afrika.

Europa führt weiterhin
Europas Markt ist am Tourismussektor weiterhin führend: hier gaben die Reisenden um 19 Mrd. Dollar mehr aus, insgesamt 347 Mrd. Dollar (51 Prozent). Auf dem Doppelkontinent Amerika gaben Touristen 145 Mrd. Dollar (21 Prozent) aus, in Asien/Pazifik 139 Mrd. Dollar (20 Prozent), im Nahen Osten 29 Mrd. Dollar (vier Prozent) und in Afrika insgesamt 21 Mrd. Dollar.

Überall steigende Touristenzahlen
Im Nahen Osten sind die Ausgaben damit um 5,8 Prozent gewachsen, in Asien um 4,5 Prozent, in Amerika um 4,3 Prozent und in Europa um 2,3 Prozent. Parallel zu den Ausgaben hatte die UNWTO auch die Zahl der Ankünfte ermittelt. Auch hier stieg die Zahl der Touristen in Afrika um zehn Prozent, knapp gefolgt von einem 9,5-Prozent Anstieg im Nahen Osten. Auch in Asien und im Pazifikraum stieg die Zahl der Reisenden um 7,8 Prozent. Am Doppelkontinent Amerika konnte man ein Wachstum von 6,1 Prozent feststellen, in Europa immerhin vier Prozent.

Afrika wird wieder in
Afrikas Fremdenverkehr hat in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt. Von 28,2 Mio. internationalen Ankünften im Jahr 2000 ist die Zahl der Besucher auf 36,8 Mio. im Jahr 2005 angestiegen. Erst vor wenigen Tagen hatte die UNESCO in Afrika fünf Plätze zum Weltkulturerbe erhoben. Darunter sind Felsen-Malereien in Malawi und Tansania, Steinkreise in Senegal und Gambia sowie die historische Stadt Harar Jugol in Äthopien und das Aapravasi Ghat in Mauritius. Zu World-Heritage-Sites wurden auch das Panda Sactury in Sichuan/China, die Region Malpelo in Kolumbien und die Region Tequila in Mexiko erhoben. (red)