Leben von

Mein Wochenende in Laibach

Grüne Stadt für Genießer

Leben - Mein Wochenende in Laibach © Bild: ÖBB Rail Tours

Ein Fest für die Sinne, dazu wird ein Besuch in Ljubljana für den Flaneur, der offenen Auges durch die Stadt streift.

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Wer auch immer aus Ljubljana, der slowenischen Hauptstadt, zurückkommt, schwärmt von ihrem zentralen Markt mit den Markthallen, die der Architekt Jože Plečnik, der große Sohn der Stadt, in den 1940er-Jahren erbaut hat. Auch in Wien hinterließ der Otto-Wagner-Schüler seine Spuren, aber Ljubljana trägt klar seine Handschrift. Man muss nur am Ufer der Ljubljanica entlang gehen, an den vielen Cafés und Bars vorbei, um seinen Gestaltungswillen zu sehen. Berühmt ist die 1992 grundsanierte Tromostovje („die drei Brücken“), eine dreigeteilte Brücke, die direkt zum Marktgelände führt. Aber auch der Friedhof Žale, Ljubljanas Zentralfriedhof, ist einen Besuch wert. Plečnik gestaltete dort einen Komplex von Totenkapellen mit eine m monumentalen Eingang, der die Stadt der Toten symbolisch von der Stadt der Lebenden trennt. Auch der strenge Kubus der Nationalbibliothek mit seiner rauhen Fassade stammt von Plečnik. In der Altstadt von Ljubljana, in der mediterranes Lebensgefühl auf „k.u.k.“-Flair trifft, dominiert ansonsten der Jugendstil. Die Bausubstanz ist gut erhalten, denkmalgeschützt, aber dennoch voller Leben. Stolz ist man heute in Ljubljana auch auf das Umwelt-Engagement: Die Europäische Kommission hat ihr den Titel „Grüne Hauptstadt Europas für das Jahr 2016“ verliehen.

Doch zurück zum Markt: Täglich geöffnet bieten Bauern ein buntes Sortiment an Waren feil, von der Wollhaube über Schnitzereien bis zu Obst, Gemüse und Fleisch. Im überdachten Bereich auf der Flussseite liegt der Fischmarkt. Neben der Fülle an frischem Fisch kann man sich auch durch das Snack-Angebot der Standler beeindrucken lassen.

Tipps

Besichtigen . Mit der Standseilbahn geht’s rauf zur weithin sichtbaren Burg von Ljubljana. So sind die 70_Höhenmeter keine Ausrede, diese Sehenswürdigkeit auszulassen. Die „Burgatmosphäre“ wurde zwar wegmodernisiert, aber der Blick von oben ist immer noch fantastisch.

Kutschieren lassen. Das quietschgrüne Elektrofahrzeug „Kavalir“ fährt ältere und gehbehinderte Menschen, aber auch Touristen durch die immer länger werdende Fußgängerzone. Kostenlos.

Champagnisieren. Im Retroambiente des Neboticnik, des Hotels im ersten „Wolkenkratzer“ Ljubljanas, werden gepflegte Cocktails und Drinks serviert. Spitzenaussicht inklusive.

Eine Nacht hinter Gittern. Einst Gefängnis, heute Art-Hotel: Die 20 früheren Zellen werden den Gästen des Hostel Celica einfach zugewiesen.

© Sabina Mrak

Schlemmen im Špajza. In der „Speis“ tischen Bruder und Schwester die feinsten Gerichte auf. Solide Auswahl slowenischer Weine.

© ÖBB Rail Tours

Die Burg von Ljubljana.

Club-Lounge im Neboticnik

Bicike – das Citybike in Ljubljana
Wochenpass um 1 Euro

Restaurant Špajza

Hostel Celica

Das grüne Elektrofahrzeug „Kavalir“

Online-Reiseführer: visitljubljana.com/de

Joze Plecnik im Architekturlexikon

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