Insolvenz von

Gullivers Reisen ist pleite

74 Jobs wackeln - Kunden kommen laut Angabe des Reisebüros nicht zu Schaden

Symbolbild Reisen © Bild: Thinkstock

Das Reisebüro Gullivers Reisen, das in Österreich 18 Büros betreibt und in Summe 74 Dienstnehmer beschäftigt, ist pleite. Vier Unternehmen aus der Firmengruppe haben beim Landesgericht Korneuburg Anträge auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt, gaben die Gläubigerschutzverbände AKV, KSV1870 und Creditreform Mittwochnachmittag bekannt.

Die Gesamtpassiva belaufen sich auf 31 Mio. Euro, von der Insolvenz sind rund 430 Gläubiger betroffen. Die Aktiva sind derzeit noch nicht bekannt. Die Gesamtverbindlichkeiten wurden vom AKV mit 5 Mio. Euro beziffert, 2,8 Mio. Euro davon sind Bankverbindlichkeiten.

Das Unternehmen mit Sitz im niederösterreichischem Himberg soll fortgeführt werden, es gebe bereits Kaufinteressenten. Als Grund für die Pleite wird die schnelle Expansion genannt, die einen höheren finanziellen Bedarf nötig machte. Außergerichtliche Verhandlungen mit Banken und Investoren seien aber gescheitert

Kunden kommen nicht zu Schaden

Gullivers Reisen selbst hat am Mittwoch in einer Aussendung klargestellt, dass man gegen die eigene Insolvenz versichert sei und daher keine Kunden zu Schaden kommen. "Außerdem wird an einer Übernahme durch ein kompetentes heimisches Reiseunternehmen gearbeitet, damit die bestehenden Buchungen weiterhin über die Reisebüros abgewickelt werden können", so das Unternehmen. Die kurzfristigen Buchungen würden über die jeweiligen Reiseveranstalter abgewickelt.

Das Konkursverfahren betrifft folgende vier Firmen: Gulliver ́s Reisen Reisecenter & Marketing GmbH mit 63 Beschäftigten, Gulliver ́s Reisen Reisebüro- und Handelsgesellschaft m.b.H. (sieben Dienstnehmer), Gulliver ́s Reisen Sondervertriebs-GmbH (drei Dienstnehmer) sowie AIRTICKET EXPRESS GmbH (ein Dienstnehmer). Letztere betreibt einen Flugtickethandel und dürfte nicht weitergeführt werden.

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