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Die Wunder von Florenz

Nirgendwo in Italien waren Kunst und Architektur so erfinderisch und vielseitig

Leben - Die Wunder von Florenz © Bild: © Corbis. All Rights Reserved.
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Denkmäler. Fast schon majestätisch thront sie über den Dächern: die Kuppel von Santa Maria del Fiore. Wer Florenz besucht, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um das architektonische „ Wunder“ der Kathedrale zu besichtigen. Die herrliche Fassade, die Apsiden, das Nordtor, die großartigen Kirchenfenster, die Reliefs und die Intarsien an der Sakristei sind ebenso einen Blick wert wie die Skulpturen und Fresken. Im Anschluss lohnt es, den Campanile zu besteigen. Der Aufstieg auf den Glockenturm – es gibt keinen Lift! – ist mühsam, aber die Aussicht dafür grandios.

Weltkunst. Wer den Dom besuchen will, sollte zeitig in der Früh kommen – später wird die Warteschlange lang. Außerdem bleibt mehr Zeit, die anderen zahlreichen Schatzkammern der toskanischen Hauptstadt zu erkunden: die weltberühmten Uffizien, das Nationalmuseum Bargello, die Franziskanerkirche Santa Croce, die Galleria dell’Accademia und den Palazzo Pitti am Hang des Boboli-Gartens. Spätestens hier ist man weit weg von den Menschenmassen.

Aufgrund seiner Größe ist Florenz gut zu Fuß zu erkunden. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen zentral. Ein Tipp: Unbedingt bequeme Schuhe anziehen. Die gepflasterten Trottoirs sind alt und holprig, was relativ bald müde Füße verursacht. Zu Verschnaufpausen laden viele Trattorien ein, wo man unter den „specialità della casa“ (Spezialitäten des Hauses) wählen kann und dazu einen „vino della casa“ serviert bekommt. Aber Achtung: Im Zentrum wird in den Bars und Cafés beinahe immer der Preis verdoppelt, wenn Sie sich hinsetzen, anstatt Kaffee, Brötchen oder Croissant im Stehen am Tresen

TIPPS

Schlafen. Für die nostalgische Atmosphäre im Hotel „Monna Lisa“ im Renaissancepalast zahlt man gern etwas mehr. Tipp: Für einen Trip im Frühling frühzeitig buchen. Preis: ab € 79,–/Nacht; www.monnalisa.it

Essen. Vom Gemüseeintopf „Ribollita“ bis zum Braten: In der Trattoria „Il Latini“ werden an langen Tischen in einem ehemaligen Pferdestall traditionelle Gerichte serviert. www.illatini.com

Shopping. Die Via de’ Tornabuoni lockt mit zahlreichen Boutiquen. Kunst- und Kulturinteressierte sollten sich Zeit nehmen und die Via dei Fossi mit ihren zahlreichen Antik- und Handwerksateliers entlangbummeln.

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