Zukunftsfeld

Reinigungstechniker

Ein vielfältiger Lehrberuf als Sprungbrett in die Führungsetage

Gebäudereiniger bei der Arbeit © Bild: WKO Wien

Selten eröffnet ein Lehrberuf solch große Zukunftschancen, während er gleichzeitig doch so unbekannt ist. Ein Abschluss als Reinigungstechniker bietet große Aufstiegschancen und ein attraktives Einstiegsgehalt. Durch die Möglichkeit der Parallelausbildung zur Bürokauffrau bzw. zum Bürokaufmann verdoppeln sich bereits während der Lehrzeit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das ist ein enormer Trumpf gegenüber anderen Lehrberufen und besonders für Mädchen interessant.

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Wo wird das Knowhow benötigt? Zum Beispiel in der Entsorgung und im Umweltschutz, bei Hygiene und Mikrobiologie, bei Bau- und Industriereinigung und im Krankenhaus. Nach der Lehrabschlussprüfung ist man als Facharbeiter sehr gefragt. Der weitere Schritt zur Führungskraft als Objektleiter mit eigenem Team von über 20 Mitarbeitern ist die logische Konsequenz der Ausbildung.

Der Lehrberuf Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger wurde nämlich neu gestaltet. Die Ausbildungszeit wurde von zweieinhalb auf drei Jahre erhöht, die Meisterausbildung wurde revolutioniert und das Rüstzeug in einem 560 Seiten starken Meisterbuch dingfest gemacht. "Wir sind immer sehr nah an den Bedürfnissen der Branche und der Ausbildung. Und so haben wir mit dem Meisterhandbuch etwas Einzigartiges geschaffen", freut sich Berufsgruppenvorsitzender Gerhard Komarek über den Erfolg der Neuauflage.

Nach abgeschlossener Lehrabschlussprüfung kann man als Facharbeiter mit einem überdurchschnittlichen Einstiegsgehalt von 1.742,39 Euro bei 40 Wochenstunden rechnen.

Vielfältiges Betätigungsfeld

Die Aufgabenstellung in der modernen Reinigungstechnik reicht von der Beurteilung und Dokumentation der zu bearbeitenden Flächen und deren Untergründen, das Anwenden, Dosieren und Mischen von Reinigungs-, Oberflächenbehandlungs- und Desinfektionsmitteln, der Auswahl der entsprechenden Reinigungs- und Pflegeverfahren sowie der Geräte und Maschinen für die einzelnen Objekte bis hin zur Wartung und Pflege der Werkzeuge. Darüber hinaus ist ein vorbildliches Auftreten und Eingehen auf Kundenwünsche gefordert.

"Die Tätigkeiten der Reinigungstechniker und -technikerinnen werden oft nicht geschätzt. Man kann den Beruf nicht mit dem Wort 'Putzen' erklären. Die Aufgaben sind viel umfassender und verlangen ein enormes Fachwissen. Wir brauchen Reinigungstechniker und -technikerinnen und wollen bewusst machen, dass jeder, der sich diese Qualifikationen angeeignet hat, Spezialist und Professionist ist", verdeutlicht Gerhard Komarek.

Hier geht's zur Broschüre der Gebäudereiniger und Hausbetreuer der WKO.

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