'Reiner Privatbesuch' in Südfrankreich: Ex-ÖVP-Chef Taus war auf Besuch bei Elsner

Taus über mittlerweile Inhaftierten: 'Tief deprimiert' Hätten sich nur über Gesundheitszustand unterhalten

Der frühere ÖVP-Obmann Josef Taus war einer der letzten Gäste von Ex-BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner, so lange dieser auf freiem Fuß war. Im Gespräch mit der APA bezeichnete seinen Besuch bei den Elsners in Südfrankreich als "reinen Privatbesuch" bei seinem "tief deprimierten" Bekannten. Er habe mit Elsner und dem gesamten BAWAG-Vorstand seit über zehn Jahren zusammengearbeitet und habe keinen Grund, jetzt einen vom früheren Generaldirektor erbetenen Besuch auszuschlagen.

Taus war in die Medien geraten, da ihn ein "Kurier"-Fotograf bei einer Begegnung mit Elsner und dessen Ehefrau diese Woche abgelichtet hatte. Die Rede war auch von einem Umschlag, den der frühere ÖVP-Chef dabei in der Hand gehabt habe. Taus dazu: Es habe sich lediglich um eine Landkarte gehandelt, da er und sein bester Freund, Manfred Scheich, ehemals österreichischer Botschafter bei der EU, den Ort des Zusammentreffens mit Elsner nicht gefunden hätten.

Unterhielten sich nur über Gesundheitszustand
Die Begegnung mit Elsner, die ihm Rahmen seines Frankreich-Besuchs stattgefunden habe, habe dann gerade einmal 30 Minuten gedauert, da er, Taus, zum Flughafen habe fahren müssen. Einziges Thema sei der Gesundheitszustand des früheren Generaldirektors gewesen. Wie es ihm physisch gehe, könne er dabei nicht beurteilen, meinte Taus, da er kein Mediziner sei. Psychisch sei Elsner aber "natürlich fertig".

Den Besuch bereut Taus nicht. Er habe auch schon andere Menschen besucht, die in Schwierigkeiten gewesen seien. Er sei keiner, die dann plötzlich so tun, als würden sie Menschen nicht mehr kennen: "Ich kann auch einen Menschen, gegen den Voruntersuchen laufen, besuchen."

Sollte man jetzt aus politischen Gründen seinen Besuch ausschlachten wollen, werde er sich jedenfalls zu wehren wissen, droht Taus und stellt auch allfällige juristische Schritte in den Raum. Rein rechtlich sei gegen ihn da ohnehin nichts zu machen.
(apa/red)