Reine Männersache gibt's doch gar nicht:
Werbung für starke Frauen in Männerjobs

Mädchen entdecken Jobs jenseits der Frauenklischees Plassnik, Bures & Co. machen sich stark für Töchtertag

Reine Männersache gibt's doch gar nicht:
Werbung für starke Frauen in Männerjobs

Anlässlich des sechsten "Girls' Day" wurde über alle Parteigrenzen hinweg die Bedeutung der Berufsförderung speziell für Mädchen betont. Mit diesem "Töchtertag" soll bei Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren das Interesse für frauenuntypische Berufe geweckt werden.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) vermittelte Mädchen den Parlamentsalltag, verschiedene Ministerien öffneten ihre Pforten für die Mädchen. Allein in Wien nahmen 3.500 Mädchen und 140 Unternehmen an der Aktion teil.

Männersache? Gibt's nicht!
Vor allem frauenuntypische Berufe wie beispielsweise bei Feuerwehr oder Polizei sollten den Schülerinnen mit der Aktion näher gebracht werden, teilweise mit beträchtlichem Politikeraufwand. So eröffnete Sozialminister Buchinger gemeinsam mit der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (S) den Wiener Töchtertag bereits um 8 Uhr Früh in der Werkstatt des gemeinnützigen Unternehmens "Wien Work".

Ministerien öffnen ihre Tore
Parteikollegin und Frauenministerin Doris Bures (S) begleitete Schülerinnen höchstpersönlich durch die Restaurationswerkstätte des Österreichischen Staatsarchivs, um auf die "Ausbildungsvielfalt des Bundes" hinzuweisen, und forderte die Schülerinnen auf "mit Traditionen zu brechen und auch neue und zukunftsträchtige Berufsfelder zu erobern", wie es in einer Presseaussendung hieß. Prammer wiederum empfing rund 30 Töchter von Abgeordneten und Parlamentsmitarbeitern im Hohen Haus, ermutigte diese auch frauenuntypische Berufe zu ergreifen, und verwies auf ihre Bemühungen den Frauenanteil im Parlament zu erhöhen.

Auch Außenministerin Ursula Plassnik (V) stellte sich in den Dienst der guten Sache und öffnete die Tore ihres Ressorts für interessierte Schülerinnen. Als Außenministerin sei ihr die Förderung von jungen Frauen "ein besonderes Anliegen", Frauen sollten daher "auch in Zukunft vermehrt die österreichische und internationale Diplomatie mitgestalten".

Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek (V) hob anlässlich des Töchtertages die "hervorragenden Maßnahmen" des AMS bei der speziellen Förderungen von Unternehmen, die Mädchen in nicht traditionellen Berufen ausbilden, hervor. Das BZÖ wiederum reklamierte für sich, "in den letzten Jahren die Weichen richtig gestellt" und den "Girls' Day" "erstmals forciert" zu haben, "die jetzige Regierung tut gut daran, diese erfolgreichen Frauenförderungen fortzusetzen", hieß es dazu von BZÖ-Frauensprecherin Elke Achleitner. (apa/red)