Rein spanisches UEFA-Cup-Finale: Fiesta
nach Werder-"Selbstfaller" nun in Glasgow

Bremen: Klose ausgeschlossen, Kritik am Referee FC Sevilla nach Finaleinzug mit Chance auf Triple

Rein spanisches UEFA-Cup-Finale: Fiesta
nach Werder-"Selbstfaller" nun in Glasgow

Mit einem sprichwörtlichen Selbstfaller hat Werder Bremen im UEFA-Cup die mögliche Finalteilnahme aus der Hand gegeben. Stürmer Miroslav Klose leistete sich am Donnerstagabend das Blackout des Tages, als er beim 1:2 im Semifinal-Heimspiel gegen Espanyol Barcelona nach einer Schwalbe bereits in der 19. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde. Mit Espanyol und Titelverteidiger FC Sevilla, das Osasuna 2:0 schlug, treffen im Finale am 16. Mai in Glasgow somit erstmals zwei spanische Klubs aufeinander.

Nach einem 0:3 im Hinspiel schienen die Weichen für eine erfolgreiche Werder-Aufholjagd durch ein frühes Tor von Hugo Almeida (4.) gestellt zu sein, ehe Klose in Erscheinung trat. Der Nationalstürmer, der bereits nach 80 Sekunden wegen eines Ellbogenchecks eine Gelbe Karte gesehen hatte, wollte mit einer offensichtlichen Schwalbe einen Freistoß erschwindeln, welche der französische Schiedsrichter Bertrand Layec mit einer weiteren Verwarnung bestrafte. Coro (50.) und Lacruz (60.) sicherten Espanyol in Folge die zweite Finalteilnahme nach 1988.

"Ich versuche mich, da fallen zu lassen. Das ist absolut Gelb. Aber die erste Gelbe Karte, da fehlen mir die Worte", ärgerte sich Klose nach dem Spiel. Rückendeckung bekam der Stürmer von Werders sportlicher Leitung. "Es ist für mich unverständlich, welche Entscheidung er (Layec, Anm.) da getroffen hat. Dafür habe ich kein Verständnis", polterte Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs ergänzte: "Er hat es geschafft, dieses Spiel zu zerstören."

In Sevilla sicherte dem FC eine ausgeklügelte Taktik von Trainer Juande Ramos die Chance auf ein Triple aus UEFA-Pokal, Meisterschaft und Landespokal. "Jetzt kann uns niemand mehr erzählen, das sei alles bloß Glück", sagte der 52-jährige Coach triumphierend. Durch Tore der Brasilianer Luis Fabiano (37.) und Renato (53.) drehten die Andalusier einen 0:1-Rückstand nach dem Hinspiel zu ihren Gunsten. Espanyol-Coach Ernesto Valverde spekulierte trotzdem mit einer Final-Überraschung: "Der FC Sevilla ist noch überall dabei. Eigentlich könnte er uns etwas übrig lassen."

(apa/red)