Arbeiten von

Regierung will um
100.000 weniger Arbeitslose

Großer Job-Gipfel im September, weil "Österreich hat zu viele Arbeitslose"

Arbeiten - Regierung will um
100.000 weniger Arbeitslose © Bild: APA/Neubauer

Die Regierung will sich dem Thema Arbeitsmarkt widmen und plant für Mitte September einen "Job-Gipfel" mit dem Ziel, 100.000 Jobsuchende in Arbeit zu bringen. Die Lage wird von ÖVP und FPÖ als "dramatisch" eingeschätzt, "Österreich hat zu viele Arbeitslose", heißt es einer der APA vorliegenden Information.

Die bisherige Arbeitsmarktpolitik der türkis-blauen Regierung stand oft in der Kritik, weil sie einerseits die "Aktion 20.000" zur Förderung älterer Langzeitarbeitsloser ausgesetzt und die Mittel des AMS - besonders im Bereich der Integration - gekürzt hat.

Schutzberechtigte doch integrieren

Nun will die Regierung doch bei den arbeitslosen Ausländern ansetzen und 30.000 Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte in den Arbeitsmarkt integrieren. Ob dafür Geld in die Hand genommen wird, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Es wird lediglich die geplante Kürzung der Mindestsicherung für Personen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, als "Anreiz" angeführt, "schnell Deutsch zu lernen, um am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können".

Schwerpunkt junge Arbeitslose

Zweiter Schwerpunkt sind junge Arbeitslosen, sie sollen als Erstes wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Konkret sollen Lösungspakete für 32.000 arbeitslos gemeldete unter 25 Jahren erarbeitet werden.

"Der Job-Gipfel ist der Auftakt zur Job-Offensive der Regierung. Wir wollen die Arbeitslosigkeit in Österreich deutlich senken und werden zusammen mit Sozialpartnern und Unternehmern Lösungen erarbeiten, damit wieder mehr Menschen Arbeit finden. Unser erster Schwerpunkt wird auf jungen Arbeitslosen und arbeitslosen Asylberechtigten liegen", so Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der gemeinsam mit Vizekanzler Heinz Christian Strache (FPÖ) Wirtschaftsminister Margarete Schramböck (ÖVP) und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) damit beauftragt hat, zusammen mit den Sozialpartnern und Unternehmern Lösungen zu diskutieren und zu erarbeiten.

Kommentare