Regierung von

"Führerpartei": SPÖ-
Chef Kern erntet Kritik

Regierung - "Führerpartei": SPÖ-
Chef Kern erntet Kritik © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

ÖVP und FPÖ kritisieren den Sager von SPÖ-Chef Christian Kern. Dieser bezeichnete die Parteien als "zwei B'soffene".

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer hat am Sonntag Kritik an Aussagen von SPÖ-Chef Christian Kern über die schwarz-blaue Koalition geübt. Stattdessen mahnte er in einem Statement gegenüber der APA Sachlichkeit in der Politik ein.

"Ausrutscher" des SPÖParteichefs

Kern hatte beim ersten SPÖ-Mitgliederrat am Samstag ÖVP und FPÖ mit einer "Moskauer Pyramide" verglichen und gemeint: "Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstützen." Darüber zeigte sich Nehammer verärgert: "Es ist nun wiederholt der Fall, dass der Parteichef der SPÖ durch unwürdige verbale Patzer und Ausrutscher auffällt." Der Generalsekretär kritisierte auch, dass Kern just im Gedenkjahr die ÖVP als "Führerpartei" bezeichnet hat. Dies zeuge von Unwissen und mangelnder Sensibilität für die österreichische Geschichte, so Nehammer.

Kern bezog sich damit auf die Pläne der SPÖ, der Parteibasis mehr Mitbestimmungsrecht zu geben. Am Samstag fand der erste SPÖ-Mitgliederrat statt.

»Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstützen«

Hervorgehoben wurde von Kern bei seinem Statement, dass mit dem Programm der Weg der SPÖ für die nächsten zehn, vielleicht 20 Jahre skizziert werde. Dabei werde man sich auf alte Tugenden rückbesinnen. Die große Frage der sozialen Gerechtigkeit mit Themen wie Gesundheit, Pflege, Arbeit und Pensionen werde in den Vordergrund rücken, ebenso die Ausgestaltung der Digitalisierung. Aber es werde auch gelten, die Demokratie zu verteidigen und zu überlegen, wie man Europa zu einem handlungsfähigen Konstrukt machen könne.

Die Sozialdemokratie betreffend ist Kern höchst optimistisch, ihren Programmprozess zu einem Erfolg zu gestalten. Für die Umsetzung werde es aber etwas Geduld brauchen, werde sich die Regierung wohl nicht von heute auf morgen verabschieden. Vielmehr verglich der SPÖ-Chef ÖVP und FPÖ mit einer "Moskauer Pyramide": "Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstützen."

Kritik kommt auch von der FPÖ

Als "unterste Schublade" hat die FPÖ am Sonntag Aussagen von SPÖ-Chef Christian Kern über die schwarz-blaue Regierung bewertet. Generalsekretär Harald Vilimsky attestierte dem Ex-Kanzler in einer Aussendung Neid und Wehleidigkeit, da die neue Bundesregierung bereits mehr umgesetzt habe als Kern in seiner Amtszeit.

Kommentare

Findet sich für diesen Kasperl kein Versorgungsjob ???
Der ist wahrscheinlich nicht besoffen sondern nimmt stärkere Sachen.

Es ist schon komisch. Da wird immer kritisiert, daß die SPÖ in ihrer Rolle als Oppositionspartei noch nicht angekommen ist. Dabei läßt Christian Kern doch immer wieder durch seine Aussagen aufblitzen, wie sehr er es versteht, die Sache auf den Punkt zu bringen, zu sagen, was Sache ist. Das hat er allerdings bereits als Bundeskanzler gemacht. Er hat damals frischen Wind in die Koalition gebracht.

Seite 1 von 1