Regierung will Forschungsquote anheben

Regierung will Forschungsquote anheben

Die Bundesregierung beabsichtigt, die österreichische Forschungsquote von derzeit 1,8 Prozent bis 2005 auf 2,5 Prozent anzuheben. Das sagte Bundeskanzler Schüssel beim 3. Reformdialog.

Schüssel verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass bis zum Ende der Legislaturperiode zehn Milliarden Schilling für besonders zukunftsträchtige Themen reserviert worden seien -drei Milliarden für die Infrastruktur und sieben Milliarden für die Forschung. Mit diesen Mitteln soll auf europäischer Ebene der Standort Österreich abgesichert werden.

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) will Österreich zur führenden Nation in einigen Technologiebereichen machen. Als kleines Land gelte es, sich auf die Themenführerschaft in bestimmten Bereichen zu konzentrieren. Als zentralen Punkt nannte die Vizekanzlerin auch die Reform der Universitäten, die zu vollautonomen Institutionen mit mehrjährigen Leistungsverträgen entwickelt werden sollten. Voraussetzung dafür sei ein flexibles Dienstrecht, das zu einer verstärkten Mobilität zwischen Wirtschaft und Wissenschaft beitragen müsse.

Wifo-Experte: Finanzbedarf von 40 Mrd. jährlich
Die Wirtschaftsexperten Bernhard Felderer (IHS) und Karl Aiginger (Wifo) waren sich einig, dass der Wohlstand und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs von Zukunftsinvestitionen, vor allem in die Forschung abhängen. Zur Sicherung des Standorts Österreich ist nach Meinung Aigingers ein Investitionsschub von rund 40 Mrd. S jährlich nötig, die aber nicht alle vom Staat kommen müssen.