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Regierung: Hunderte Tote bei Kämpfen in Äthiopien

Zwei Ethnien streiten um Landrechte im Süden Äthiopiens

In Äthiopien sind nach Angaben der Regierung mehrere hundert Menschen bei Kämpfen zwischen zwei Volksgruppen getötet worden. Zwei der größten Ethnien des Vielvölkerstaats, die Oromo und die Somali, lieferten sich seit Anfang des Monats blutige Gefechte um Landrechte im Süden des Landes, sagte Regierungssprecher Negeri Lencho am Montag in Addis Abeba.

Die Zahl der Toten gehe in die hunderte, die der Vertriebenen in die tausende, hieß es weiter. Die äthiopischen Regionen der Oromo und Somali streiten seit Jahren um landwirtschaftlich nutzbare Gebiete entlang der Regionalgrenze. Der Streit ist nach Regierungsangaben in den vergangenen Wochen eskaliert.

Die äthiopische Regierung habe Soldaten und Angehörige der Bundespolizei in die Konfliktregion entsandt, sagte Regierungssprecher Lencho. Zudem seien Bemühungen zur Vermittlung in dem Konflikt und zur Hilfe für die Vertriebenen angelaufen.

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