Reggeae ist Trumpf: Jamaikas Sprinter räumen bei Commonwealth-Spielen ab

Bereits elf Athleten aus Sierra Leone verschwunden Namensvetter: Brad Pitt boxte sich zur Goldmedaille

Jamaika hat bei den Commonwealth-Spielen in Melbourne sämtliche Sprint-Titel der Leichtathletik-Bewerbe geholt. Am Samstag führte 100-m-Weltrekordler Asafa Powell das karibische Quartett zum Staffel-Sieg vor Südafrika und Kanada, womit Jamaika die Titel über 100 m, 200-m, der 4x100-m-Staffel sowie in den Hürden-Sprints bei Damen und Herren einheimste.

Einen derartigen Triumph hatte zuletzt ein von Carl Lewis angeführtes US-Team bei den Olympischen Spielen von 1984 gefeiert. Damals hatten die USA ebenfalls Gold in allen Sprint-Bewerben geholt.

Abseits des Sportlichen sorgte in Melbourne vor allem das Verschwinden von mittlerweile elf Athleten aus Sierra Leone für Schlagzeilen. Bereits vor vier Jahren in Manchester waren während der Commonwealth-Spiele 20 Sportler aus dem afrikanischen Land untergetaucht. Einen Ausschluss Sierra Leones für die kommenden Spiele in Neu Delhi erwägt das Organisationskomitee allerdings nicht.

Kurioses hatten die Boxbewerbe zu bieten. In der Klasse bis 91 kg kämpfte sich ein gewisser Brad Pitt bis zur Goldmedaille. Doch es war freilich nicht der US-amerikanische Schauspieler, der sich auf eine Fortsetzung des Filmhits "Fight Club" einstimmte, sondern ein australischer Namensvetter, dessen voller Vorname Bradley lautet.

(apa/red)