Schweden von

"Refugee Air": Private Initiative
will Flüchtlinge einfliegen

Zwei Schweden wollen Fluggesellschaften damit die Sorge vor Strafen nehmen

SAS-Flugzeug © Bild: istockphoto.com

Dass es für Menschen auf der Flucht praktisch unmöglich ist, auf direktem und sicherem Weg legal in die Europäische Union einzureisen, ist einer der Hauptkritikpunkte in der aktuellen Situation vonseiten zahlreicher Helfer und NGOs. Die private schwedische Initiative „Refugee Air“ will nun eben das ändern und Flüchtlinge direkt nach Skandinavien fliegen.

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In der Theorie ist es einfach: Flüchtlinge kaufen sich - ohne Visum - ein Flugticket, steigen ins Flugzeug an irgendeinen Ort in der EU und stellen dort nach der Landung einen Asylantrag. Das wäre völlig legal, trotzdem passiert es nicht. Grund dafür ist eine EU-Richtlinie, die Fluggesellschaften die Verantwortung für ihre Passagiere umhängt. Wird ein Fluggast im Zielland abgewiesen, sprich sein Asylantrag abgewiesen, muss die Fluglinie die Kosten für den Rücktransport übernehmen und riskiert darüber hinaus eine Strafe, die im Wiederholungsfall bis zum Verlust der Landerechte reichen kann.

Ein Preis, der die Fluggesellschaften davon abhält, dieses Risiko zu übernehmen und niemanden an Bord zu lassen, der über keine gültige Einreisegenehmigung ins Zielland verfügt. Was schließlich dazu führt, dass Flüchtlinge die deutlich teurere und unsicherere Variante einer illegalen Einreise mit Hilfe von Schleppern wählen müssen, wollen sie ihr Recht auf Asyl in Anspruch nehmen, wie auch Migrationsexperte Bernhard Perchinig moniert.

Die beiden schwedischen Unternehmer Susanne Najafi und Emad Zand wollen nun an genau dieser Stelle gegensteuern. Schweden sichert allen Syrien-Flüchtlingen Asyl zu und Fluggäste mit einem legitimen Anrecht auf Asyl darf man auch transportieren, wie Zand dem Radiosender „Sveriges Radio“ erklärte.

Risiko wird komplett übernommen

„Refugee Air“ will darum gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen in der Türkei und in Jordanien, also den Ländern, in denen sich die meisten Syrien-Flüchtlinge befinden, Passagierlisten erstellen und diese den skandinavischen Airlines SAS und Norwegian zur Verfügung stellen. So würden diese sich darauf verlassen können, dass sie die Betroffenen auch tatsächlich transportieren dürfen. Sollte dennoch einer der Flüchtlinge abgelehnt werden, will die Initiative auch die dadurch entstehenden Kosten übernehmen.

„Das Risiko für Strafzahlungen wird stark verringert, wenn schon viel Vorarbeit vor dem Flug geleistet wurde. Wenn SAS dann doch Strafe zahlen muss, dann übernehmen wir das. Wir verstehen, dass die Fluglinien keinerlei finanzielle Risiken eingehen wollen. Wir sind bereit, diese Risiken für sie zu übernehmen. Denn jeden Tag sterben dort Menschen“, erläutert Zand die Motivation hinter „Refugee Air“.

Derzeit stehen die Aktivisten in Verhandlungen mit SAS. „Bis der erste Schnee über Stockholm fällt“, soll das erste Flugzeug Menschen nach Skandinavien in Sicherheit gebracht haben. Notfalls will „Refugee Air“ selber eine Maschine chartern, um den Fluggesellschaften zu zeigen, dass das Ausfliegen von Flüchtlingen risikolos möglich sei.

Kommentare

kein gefahr?! das sehe ich anders.

Schiffscontainer wären auch nicht schlecht.
Da gehen viel mehr rein......

Elcordes melden

@oberon. Die Merkel kann ja gar nicht in Syrien verhandeln. Sie ist eine Frau und die haben dort keine Gültigkeit. Also am besten gleich mal zurücktreten Frau Merkel. Das Ist eine BK die ist untragbar geworden. Aber die Deutschen laufen der hinterher wie einst AH.

Oberon
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Was Merkel getan hat, ist ein Verbrechen an ihrem Volk. Man kann es mit der Gutmenschlichkeit auch übertreiben. Sie hat dafür auch reichlich Kritik bekommen und dazu nur gemeint, sie steht zu ihrem Vorgehen. Na ja, was sollte sie denn sonst schon sagen...?!

ja ja die Kriegstreiber NGOS und co. sie fordern wieder einmal. Ich möchte für meinen Teil, keine zusätzlichen Menschen in Europa. Ich bin für eine Volksabstimmung!

Oberon
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Jetzt lässt man Flüchtlinge schon einfliegen! Das stimmt mich nachdenklich. Es ist leicht, für Flüchtlinge zu spenden oder sie durch erleichterte Einreisebestimmungen ins Land zu holen.
Schwerer ist es schon, in den Herkunftsländern dieser Menschen, also vor Ort, durch persönlichen Einsatz etwas zu bewegen.
Was im Moment passiert, ist reine Symptom-Bekämpfung. Zum Guten ändern....

Oberon
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...wird sich weder etwas im vom Bürgerkrieg gebeutelten Syrien, noch in anderen potentiellen Flucht-Ländern.
Ideal wäre eine Einigung am Verhandlungstisch, denn Frieden durch Einsatz von Waffen kann nicht auf Dauer sein und ist für mich ein glatter Widerspruch.
Dazu gehören aber Politiker, die die Problematik in den Ländern kennen, sie ansprechen und das bestmögliche - uneigennützig -

Oberon
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... für sämtliche zerstrittenen Parteien herausholen. Jeder soll sich ernst genommen fühlen und die Gespräche müssen auf Augenhöhe stattfinden.
Und dann bin ich aufgewacht...

Zum Schluss noch ein Zitat zum Frieden:
"Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln." Indira Gandhi

giuseppeverdi melden

Ja, bitte, bitte, Schweden. Wir bauen euch dafür gleich in Nickelsdorf einen Flughafen und wir erwägen, euch mehrere Militärmaschinen zum Transport anzukaufen und zu schenken, weil da viel mehr Menschen hineingehen, die wir euch dann schicken! Und im letzten Transport, schicken wir euch noch den Faymann, den "Django" Mitterlehner, den Strache, den Strolz, den Lugar und die Gradischnig mit!

Roy2010
Roy2010 melden

Bitte sei höflich,. erstmals die Regierung einsteigen lassen.

giuseppeverdi melden

okay, mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!

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