Red Wings gegen das Gesetz der Serie:
Stanley-Cup-Sieger will den Titel verteidigen

Detroit schaffte 1998 als letztes Team Wiederholung Dallas Stars und San Jose Sharks als Herausforderer

Red Wings gegen das Gesetz der Serie:
Stanley-Cup-Sieger will den Titel verteidigen

Seither gab es für den jeweiligen Champion nichts mehr zu holen, selbst der Finaleinzug ist seither mit den New Jersey Devils 2001 nur einem einzigen Stanley-Cup-Gewinner gelungen. Einer der Gründe ist der neue, im Jahr 2005 abgeschlossene, Rahmen-Kollektivvertrag, der nicht zuletzt dank der Einführung einer Gehaltsobergrenze für mehr Ausgeglichenheit gesorgt hat.

Doch Detroit hat sein Team zusammenhalten können und sich im Sommer sogar mit einem der begehrtesten Spieler am Markt verstärkt. "Ich wollte die beste Chance, den Stanley Cup zu gewinnen, und ich fühle, dass Detroit dieses Team ist", begründete Marian Hossa seinen Wechsel vom unterlegenen Finalisten Pittsburgh nach Detroit.

Bei den Red Wings gesellt er sich zu Stars wie Nicklas Lidström, zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren Gewinner der Norris-Trophy für den besten Verteidiger, Henrik Zetterberg (bester Spieler des Play-offs), Pawel Datsjuk, Brian Rafalski oder Chris Chelios. Chelios erhielt mit 46 Jahren noch einen neuen Vertrag und geht in seine 25. NHL-Saison, muss wegen eines Schienbeinbruchs vorerst aber noch pausieren. Dem steht im Team von Coach Mike Babcock nur ein nennenswerter Abgang gegenüber. Der tschechische Startorhüter Dominik Hasek hat seine Karriere beendet, im Play-off war aber ohnehin schon meist Chris Osgood im Detroit-Tor.

Als chancenreichste Herausforderer gelten aus dem Westen die Dallas Stars und die San Jose Sharks mit dem neuen Trainer Todd McLellan, in der Vorsaison noch Co-Trainer in Detroit. Im Osten werden die Montreal Canadiens, die in ihre 100. Saison gehen, und Pittsburgh mit den Jungstars Sidney Crosby (21) und Jewgenij Malkin (22) am stärksten eingeschätzt. Malkin war in der Vorsaison hinter seinem überragenden russischen Landsmann Alexander Owetschkin zweitbester Scorer der Liga. Owetschkin, Stürmerstar der Washington Capitals, hatte mit 65 Treffern so viele Tore erzielt wie seit zwölf Jahren keiner mehr.

Pittsburgh hat Hossa abgegeben, Top-Verteidiger Sergej Gontschar fällt zudem wegen einer Schulterverletzung vier bis sechs Monate aus. Geholt wurden Miroslav Satan und Ruslan Fedotenko vom neuen Pöck-Club New York Islanders, sowie Matt Cooke.
(apa/red)