Red Bull gibt die WM-Hoffnung nicht auf:
Kein Vorwurf an Crashpilot Sebastian Vettel

"Er hat versucht zu pushen, da kann das passieren" Aufholjagd: "Die nächsten Strecken liegen uns"

Red Bull gibt die WM-Hoffnung nicht auf:
Kein Vorwurf an Crashpilot Sebastian Vettel © Bild: Reuters/Rossi

Red Bull hat am Wochenende in Monaco wichtige Punkte liegengelassen. Dennoch will das österreichisch-englische Team die Formel-1-WM nach dem Ausfall von Sebastian Vettel noch nicht verloren geben. 28 Punkte fehlen dem Deutschen nach sechs Rennen auf WM-Dominator Jenson Button. "Die WM ist für Sebastian aber noch nicht vorbei. Dafür ist es noch viel zu früh", so Teamchef Christian Horner.

Vorwürfe an Vettel gab es nach dem zweiten schweren Fehler der Saison keine aus dem Team. Dabei hatte der mit 21 Jahren jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten bereits beim Auftakt in Melbourne durch eine Kollision mit Robert Kubica einen sicheren dritten Platz weggeschmissen. Zusammen mit Rang vier, auf dem er sich bei seinem Abflug in Runde 16 in Monaco befunden hatte, wären das elf WM-Punkte - elf sehr wichtige WM-Punkte.

"Er hat versucht zu pushen, da kann das passieren", stellte sich Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko vor seinen langjährigen Schützling. In der deutschen Presse spürt der neue Liebling der Nation, die einen Nachfolger für Rekordchampion Michael Schumacher herbeisehnt, dagegen erstmals Gegenwind. "Vettel verschrottet den Titel", titelte die "Bild"-Zeitung nach dem Monaco-Fiasko, das für Vettel bereits mit einem verpatzten Qualifying begonnen hatte.

Button nützte Vettels Fehler optimal aus, schob weitere zehn Punkte zwischen sich und den Deutschen. "Er hat einen unglaublich guten Lauf, aber den wird er nicht immer haben. Wenn er einmal auslässt, dann müssen wir da sein", betonte Horner. Um den Speed des Red Bull-Renault macht sich der Engländer keine Sorgen. "Wir haben ein sehr gutes Auto, die nächsten Strecken liegen uns. Vielleicht können wir die Lücke zu Brawn GP noch kleiner machen."

(apa/red)