Red Bull Stratos von

"Ich bin startbereit"

Jetzt muss nur mehr das Wetter mitspielen. Vorhersage sorgt für Optimismus.

Felix Baumgartner in 21.800 m Höhe in seiner Stratos-Kapsel von Red Bull © Bild: APA/EPANemeth

Am 8. Oktober soll Felix Baumgartner sein Stratos-Projekt endlich zu Ende bringen und aus 36.000 Metern Höhe abspringen. "Ich bin startbereit", ist der Extremsportler überzeugt. Einzig das Wetter könnte dem Salzburger und Red Bull noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die aktuellen Prognosen sorgen für vorsichtigen Optimismus im Team. Insbesondere für den Start braucht es perfekte Wetterbedingungen.

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In seinem Wetterbericht vom 1. Oktober wies der Meteorologe Don Day allerdings auf Kaltfronten östlich und südöstlich der Rocky Mountains hin, die aller Voraussicht nach für etwas kühlere Temperaturen in der Region um Roswell und eine niedrige Wolkendecke sorgen könnten. „Entscheidend wird sein, wann diese Kaltfronten eintreffen, da jede Front tiefe Wolken, feuchte Luft und auch stärkere Windböen verursachen wird“, betonte Day.

Baumgartner will am kommenden Montag mit dem Sprung aus 36.576 Metern Höhe als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer zu durchbrechen. „Der genaue zeitliche Ablauf dieser Kaltfronten könnte sich binnen 24 Stunden ändern. Bis Freitag sollten wir aber mehr wissen", so Day.

Ballon braucht acht Stunden Vorbereitung
Ideale Wetterbedingungen beim Start sind auch deswegen entscheidend, weil es acht Stunden dauert, um den Heliumballon in Position zu bringen und am Boden vorzubereiten. Erst dann kann die 1.300 Kilogramm schwere Kapsel Richtung Stratosphäre starten. Die Hülle wurde aus über 16.000 Quadratmetern des sehr leichten Kunststoffs Polyethylen zusammengeschweißt. Beim Sprung wird der Ballon 102 Meter hoch sein und einen Durchmesser von 129 Metern haben.

Für Baumgartner selbst sind die Vorbereitungen abgeschlossen: „Ich bin startbereit“, so der Salzburger. Beim Start darf allerdings die Windgeschwindigkeit maximal drei km/h betragen, damit die äußerst dünne Hülle des Ballons nicht beschädigt wird. Mit einer Stärke von 0,002 Zentimeter ist das Material zehnmal dünner als das eines gewöhnlichen Plastiksackerls.

Start kurz nach Sonnenaufgang
Laut Plan wird am 8. Oktober kurz nach Sonnenaufgang gestartet – die beste Zeit, um potenziellen Risiken durch starke Windböen vorzubeugen. Acht Stunden davor wird eine 15-köpfige Experten-Crew mit der Vorbereitung des Ballons beginnen. Nach der Entfernung von Erde und Steinen von der Startbahn wird der Ballon in einer Box aus dem Hangar transportiert und von etwa zehn in Schutzanzügen gekleideten Team-Mitgliedern mit Baumwollhandschuhen vorsichtig auf einer Schutzschicht des sehr widerstandsfähigen Materials Herculite ausgebreitet.

Eine Stunde vor dem geplanten Start wird der Crew-Chef Ed Coca noch ein letztes Mal von Don Day und der Mission Control grünes Licht bekommen, um den Countdown zu starten. Erst dann wird der 1.682 Kilogramm schwere Ballon mit Helium – einem Gas, das leichter als Luft ist - aus zwei bereitstehenden Lkw gefüllt. Während dieses Prozesses, der zwischen 45 und 60 Minuten dauert, wird er von einer Spezialeinrichtung am Boden gehalten, die auf einem dritten Lkw montiert ist. Der Ballon für Red Bull Stratos ist zehnmal größer als jener, mit dem der Amerikaner Joe Kittinger vor 52 Jahren seinen Rekordsprung aus 31.333 Metern Höhe absolvierte. Beim Start wird er eine sehr lange und dünne Form haben, ehe er sich im Laufe des Aufstiegs in die Breite ausdehnt.

Kommentare

Gooooooooo Felix !!!!!!!!!! Wish you all the best........ Come back save Bro......

Ich wünsche ihm alles Gute und eine gesunde Rückkehr zur Erde. Aber ich werde gemäß dem dem Sprichwort "Wer die Gefahr sucht, wird in ihr umkommen" keine Träne vergießen, wenn es nicht klappt. Der Mann macht das freiwillig und der Zweck der dahinter steckt ist eine reine Rekordsucht und hat nichts mit einem wissenschafltichen Versuch zu tun, der diesem Absprung immer versucht wird anzudichten!

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