Red Bull Stratos von

Das ist Felix Baumgartner

Schon mit 16 fing alles an. "Ich wollte immer die Welt von oben sehen."

Felix Baumgartner nachdenklich in seiner Kapsel bei Red Bull Stratos © Bild: APA/Red Bull/Mitter

In Roswell hat Felix Baumgartner als erster Mensch die Schallmauer im freien Fall durchbrochen, ist aus fast 40 Kilometer Höhe mit einem Fallschirm abgesprungen und damit wohl unsterblich geworden. Grenzen zu sprengen war aber schon vor der Mission Red Bull Stratos das liebste Hobby des 43-jährigen Salzburgers. Den Grundstein für seine faszinierende Karriere legte Baumgartner schon im zarten Alter von 16 Jahren. "Ich wollte immer die Welt von oben sehen", gibt der Salzburger zu.

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Baumgartner macht eine Lehre als Maschinenschlosser und arbeitet dann als Kfz-Mechaniker. Seinen ersten Skydive absolviert er mit 16 Jahren. Im Alter von 18 Jahren verpflichtet er sich beim Bundesheer und wird dort als Panzerfahrer, später zum Fallschirmspringer ausgebildet. Danach schlägt er sich mit dem Reparieren von Motorrädern durch, bevor er Skydiving-Profi wird.

In den 1990er-Jahren erweitert der Salzburger seine Fähigkeiten mit Base-Jumping. Seit 1997 ist er professioneller Basejumper und wird von Red Bull gesponsert. Seine registrierte Marke, das Logo mit der Flamme und der Zahl 502, entstand durch die Registrierung bei der American B.A.S.E. Association im Jahr 1998, wo er die Nummer 502 erhielt. Dort wird jeder Springer registriert, der von allen vier Objekttypen B.A.S.E., also Building (Gebäude), Antenna (Antenne), Span (Brücke) und Earth (Klippen) gesprungen ist.

Weltrekordsprung in Kuala Lumpur
Mit seinem Sprung von den Petronas Towers in Kuala Lumpur, 1999, stellt Baumgartner einen neuen Weltrekord für den höchsten Basejump von einem Gebäude auf. Dafür beobachtete er tagelang das Gebäude und die Sicherheitskräfte, bevor er sich als Geschäftsmann verkleidet Zutritt verschafft.

Im gleichen Jahr absolviert er von der Christusstatue in Rio de Janeiro den niedrigsten Basejump der Geschichte. Weitere Rekorde sammelt der 43-Jährige mit Sprüngen von der Millau-Brücke in Frankreich (Rekord für höchste Brücke) und vom Taipei 101 Tower in Taiwan (neuer höchster Sprung von einem Gebäude).

Flug über den Ärmelkanal
Am 31. Juli 2003 überquert Baumgartner als erster Mensch im freiem Fall den Ärmelkanal. Drei Jahre dauert die Entwicklung des eigens dafür hergestellten Karbon-Flügels. Felix springt von einem Flugzeug, 9.800 Meter über dem englischen Dover, ab. Sein einziger Schutz gegen die extremen Bedingungen (minus 40 Grad) sind ein Sprunganzug und ein Helm. Am Rücken trägt er den Karbon-Flügel, eine Sauerstoffflasche und seinen Fallschirm. Baumgartner beschleunigt auf eine Geschwindigkeit von 354 Kilometer pro Stunde und absolviert den 35 Kilometer langen freien Fall nach Calais, Frankreich, in sechs Minuten.

Nicht alle Aktionen des Salzburger waren legal, oftmals fehlte die Genehmigung für seine Sprünge. So wurde er beispielsweise nach einem Brückensprung im Jahr 2004 in Panama vorübergehend festgenommen.

Baumgartner war nominiert für den World Sports Award und in zwei Kategorien für den NEA Extreme Sports Award. Der 43-Jährige ist Botschafter für die Non-Profit-Organisation Wings for Life, die Rückenmarkforschung betreibt. Der lizenzierte Gasballon-Pilot hat sich außerdem als Inhaber der privaten Hubschrauberlizenz für Österreich und die USA sowie der europäischen Hubschrauberlizenz für kommerzielle Zwecke viele seiner Kindheitsträume erfüllt. Sollte die Red-Bull-Stratos-Mission erfolgreich sein und Baumgartner die Schallmauer durchbrechen, wird er seine jugendlichen Träumereien damit sogar übertreffen.

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