Red Bull Stratos von

Kein Sprung am Donnerstag

Wettervorhersage ungünstig. Vermutlich am Sonntag neuer Startversuch.

Red Bull Stratos Ballon © Bild: APA/Red Bull Content Pool

Der Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 36 Kilometern Höhe steht unter keinem guten Stern: Auch für morgen, Donnerstag, waren die Wetterprognosen nicht günstig - der geplante Sprung kann nicht stattfinden. Das gab Red Bull in Roswell bekannt. Der neue Termin für den Stratosphären-Sprung könnte der kommende Sonntag sein.

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Der Rekordversuch war ursprünglich schon für Montag angesetzt, wurde wegen starken Windes und kalter Temperaturen aber auf Dienstag verschoben. Auch da verzögerte sich der für 6.00 Uhr Ortszeit geplante Start zunächst für mehrere Stunden. Um 11.42 Uhr Ortszeit (19.42 MESZ) erfolgte schließlich der Abbruch. "Es war nur ein kleines Fenster, das wir knapp verpasst haben", resümierte Meteorologe Don Day.

Teuflische Windböe

Der Salzburger war nur noch wenige Minuten von seinem Aufstieg in die Stratosphäre entfernt, als eine Windböe von etwa 40 km/h den fast 200 Meter hohen Heliumballon an seiner Spitze erfasste. Dabei drehte sich der mit 850.000 Kubikmetern Helium gefüllte Ballon um sich selbst, weshalb eine Beschädigung des sehr dünnen Polyäthylens - die Hülle ist zehnmal dünner als das Material eines gewöhnlichen Plastiksackerls - nicht ausgeschlossen werden konnte. Die einwandfreie Funktion des Ballons war nicht mehr garantiert.

"Es gibt kein Zurück"

Aufgeben kommt für den Salzburger aber auf keinen Fall infrage: "Wir sind so weit gekommen, es gibt jetzt kein Zurück. Ob morgen oder nächste Woche ist mir egal, aber ich will noch dieses Jahr in die Stratosphäre. Wir sind bereit", sagte der 43-Jährige. Der neue Termin für den Stratosphären-Sprung könnte der kommende Sonntag sein.

Riesiges Interesse am Nicht-Sprung

Auch wenn der Sprung am Dienstag abgeblasen werden musste, die Medien hat das Ereignis national und international dominiert. Profitiert haben der ORF und natürlich der zu Red Bull gehörende Privatsender Servus TV, der eine Rekordquote einfuhr. 222.000 Zuseher schalteten um 17.00 Uhr auf Servus TV, in der Hoffnung, dass Baumgartners Ballon doch noch starten könnte. Beim ORF waren zeitgleich 337.000 Zuseher. Der Stratos-Sprung ließ auch die Online-Zugriffe nach oben schnellen: Die Homepage von Servus TV verzeichnete über den ganzen Tag hinweg 604.000 Videoabrufe - ebenfalls ein Rekord.

Vier Rekorde im Visier

Baumgartner bereitet sich seit fünf Jahren auf das Projekt vor. Bei einem erfolgreichen Sprung würde der Salzburger gleich vier Rekorde brechen: die höchste bemannte Ballonfahrt, den längsten freien Fall, das Durchbrechen der Schallmauer als erster Mensch im freien Fall sowie den höchsten Absprung der Welt.

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