Red Bull Salzburg von

Kevin Kampl weckt Begierde

Galatasaray am bunten Bullen interessiert - Rangnick will das Talent halten

Kevin Kampl, Red Bull Salzburg © Bild: GEPA/Pranter

Das Erreichen der Europa-League-Gruppenphase könnte sich auch auf den Kader von Vizemeister Red Bull Salzburg auswirken. Sollten die Salzburger den Aufstieg gegen Schalgiris Vilnius verpassen, könnte bis Transferschluss am 2. September noch der eine oder andere Spieler abgegeben werden. Ein Kandidat ist Rückkehrer Jakob Jantscher, aber auch Kevin Kampl hat mit starken Leistungen zuletzt internationale Aufmerksamkeit erregt.

Für Kampl ist vergangene Woche eine Anfrage von Galatasaray Istanbul eingegangen. Der türkische Meister soll laut türkischen Medien bis zu sieben Millionen Euro für den slowenischen Teamspieler geboten haben. "Es hat eine Anfrage über einen autorisierten Spielervermittler gegeben", bestätigte Salzburg-Sportdirektor Ralf Rangnick. "Wir denken aber überhaupt nicht daran, Spieler abzugeben, die wir erst vor einem Jahr geholt haben."

Drei Millionen Euro sollen die Salzburger im Vorsommer für Kampl an den VfR Aalen bezahlt haben, der diesen erst zwei Monate davor für einen Bruchteil verpflichtet hatte. In der laufenden Bundesligasaison hat der 22-Jährige aber bereits mit vier Toren und starken Vorstellungen überzeugt. "Wir werden von den Spielern, die sich bei uns in den letzten Monaten entwickelt haben, keinen abgeben", versprach Rangnick.

"Den unverkäuflichen Spieler gibt es nicht"

Kevin Kampl, Red Bull Salzburg
© GEPA/Roittner Der Slowene Kevin Kampl hat sich auch international bereits einen Namen gemacht

Ausschließen wollte Salzburgs Sportchef allerdings nichts. "Den unverkäuflichen Spieler gibt es nicht", erklärte Rangnick. "Von unserer Seite gibt es aber überhaupt keinen Bedarf." Ein Angebot für Kampl, der bis 2016 unter Vertrag steht, müsste aber schon eine sehr hohe Summe beinhalten - beinahe Fantasiezahlen. Rangnick: "Bei uns hat bisher kein Verein eine Zahl auf den Tisch gelegt."

Anspruch von Österreichs Budgetkrösus ist die Weiterentwicklung junger Spitzentalente. Die Mannschaft ist mit einem Altersschnitt von zumeist 23 bis 24 Jahren deutlich verjüngt worden. Dafür fehlt es an internationaler Erfahrung - das haben die starken, aber letztlich erfolglosen Auftritte in der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce Istanbul (1:1,1:3) bewiesen.

"Je jünger, desto besser"

"Für die Weiterentwicklung der Mannschaft ist daher zumindest die Gruppenphase der Europa League enorm wichtig", meinte Rangnick. "Für die Spielweise, die wir spielen wollen, ist es sogar besser, wenn wir junge, hungrige Spieler haben. Die können sich in drei bis vier Tagen auch schneller erholen." Daher gelte ein niedrigerer Altersschnitt auch in größeren Ligen bereits als Qualitätsmerkmal. Rangnick: "Je jünger, desto besser."

Aus diesem Grund ist auch eine Rückkehr des bei Trabzonspor unglücklichen ÖFB-Teamstürmers Marc Janko (30) nach Salzburg derzeit kein Thema. "Unser Kader ist nicht nur qualitativ, sondern auch von der Zahl her ausreichend besetzt", betonte Rangnick, der aktuell Jankos Wohnung in der Mozartstadt bewohnt. "Von daher haben wir einen guten Kontakt."

Jantschers Zukunft ungewiss

Eher wahrscheinlich als eine Rückkehr von Janko scheint ein neuerlicher Absprung von dessen Nationalteamkollegen Jantscher. Der Vertrag des Flügelspielers in Salzburg läuft nach einem Leihjahr bei Dynamo Moskau mit Saisonende aus. Trotz einiger Einsätze hat sich Jantscher zuletzt wechselwillig gezeigt. Kommentar will der 24-Jährige zu seiner sportlichen Zukunft vorerst aber keinen mehr abgeben.

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