Red Bull Salzburg von

Düdelingen-Schock tief

Trainer Schmidt: "Irgendwann muss es genug sein" - Meister zeigt Konzentrationsschwächen

Red Bull Salzburg - Düdelingen-Schock tief © Bild: GEPA/Simonlehner

Der Düdelingen-Schock sitzt noch tief bei den Salzburgern: Mit einem hart erkämpften 3:2-Heimerfolg gegen Mattersburg setzte Österreichs Fußball-Meister seinen Erfolgslauf in der Liga fort - das "Schreckgespenst" aus Luxemburg spukt aber offenbar weiter in den Köpfen der Spieler. Bereits 2:0 voran liegend, mussten die Mozartstädter nach dem Ausgleich fast eine halbe Stunde zittern.

Am Ende war es Gonzalo Zarate, der doch noch den achten Meisterschaftssieg in Folge fixierte. "Es wurde so viel gesprochen und so viel geschrieben, die Medien haben sich gegenseitig übertroffen, aber irgendwann muss es genug sein", verkündete Trainer Roger Schmidt nach dem Arbeitssieg vier Tage nach dem blamablen Aus in der Champions-League-Qualifikation. Erneut musste der Deutsche aber mitansehen, wie sich seine Elf durch Nachlässigkeiten um die Früchte ihrer Arbeit brachte.

Kurz vor und kurz nach der Pause schlug Mattersburg überraschend zu und zeigte dabei Konzentrationsprobleme beim Double-Sieger auf. Trainer Schmidt zeigte sich mit der defensiven Grundordnung nicht zufrieden und ortete Anfälligkeiten bei Ballverlust. Die Spieler ließen aber auch durchblicken, dass der Meister trotz der schlussendlich erfolgreich absolvierten Frustbewältigung psychologisch angeknackst scheint.

Düdelingen in den Köpfen
"Es ist momentan keine einfache Situation für uns, wir haben heute aber alle an einem Strang gezogen. Düdelingen ist nach wie vor in unseren Köpfen", sagte Torschütze Franz Schiemer. Und auch Mittelfeldspieler Stefan Hierländer gab zu: "Die Blamage von Düdelingen wird noch lange in unseren Köpfen bleiben."

Dass Mattersburg mit der vergebenen Chance auf eine Überraschung haderte, passte ebenfalls gut ins Bild. "Wir waren ebenbürtig, hätten uns zumindest ein Unentschieden verdient. Durch ein saublödes Tor fahren wir mit leeren Händen heim", sagte Michael Mörz. Und Trainer Franz Lederer stellte fest: "Ich gehe zuversichtlich in die nächsten Spiele."