Red Bull Salzburg von

13 neue Bullen

Umbruch im Team von Pierre Paige. "Wir haben junge und hungrige Spieler geholt."

Red Bull Salzburg - 13 neue Bullen © Bild: GEPA/Jannach

Pierre Page geht in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) in seine sechste Saison an der Bande von Red Bull Salzburg. Viermal standen die Roten Bullen zwischen 2008 und 2011 im Finale und holten dabei dreimal den Titel, ehe in der abgelaufenen Saison schon im Viertelfinale gegen den KAC Endstation war. Trotz des Erfolgs beim internationalen Turnier Red Bulls Salute reagierte Page und vollzog RB Salzburg im Sommer dem größten Umbruch seiner Amtszeit.

"Die sechs Jahre haben die Mannschaft ein bisschen satt gemacht, daher haben wir junge und hungrige Spieler geholt", erklärte der seit April 2007 amtierende Page bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz. Page holte 13 neue Legionäre und mit George Kingston und Ken Strong zwei namhafte Assistenten. Der Kanadier Kingston führte das kanadische Nationalteam 1994 zum Weltmeistertitel und zu Olympia-Silber, der Austro-Kanadier Ken Strong brachte in den vergangenen Jahren aus seiner Eishockey-Schule in Toronto zahlreiche Talente heraus, darunter eigenen Angaben zufolge auch fünf NHL-Erstrundendrafts.

Von den Legionären überstand nur Steve Regier den Kahlschlag, alle anderen Legionäre der vergangenen Saison mussten den Verein verlassen. Geholt wurden dafür 13 neue Nordamerikaner, mit Konstantin Komarek (von Lulea/Schweden) und Patrick Obrist (Zug/Schweiz) auch zwei heimische Stürmertalente. Unter den neuen Legionären ragt Torhüter Alex Auld heraus. Der 31-jährige Kanadier absolvierte in der vergangenen Saison noch 14 NHL-Spiele für die Ottawa Senators und hat eine Rückkehr in die stärkste Liga der Welt nicht abgehakt. "Ich komme nicht auf Urlaub, habe meine NHL-Karriere noch nicht abgeschlossen. Ich werde noch einmal im NHL-Tor stehen", erklärte Auld.

Try-out bis November
Einige der neuen Legionäre werden aber auch immer wieder auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Bis 15. November wurde die Try-out-Zeit verlängert, Page kann daher mit seinem 38-Mann-Kader viel rotieren. Einen ersten Einblick können sich die Fans der Salzburger schon am Sonntag (19.15 Uhr) machen, wenn im Volksgarten der russische Top-Club Metallurg Magnitogorsk zu Gast ist. Das Ziel ist das gleiche wie im Vorjahr, nämlich zunächst die erfolgreiche Titelverteidigung bei der European Trophy bzw. dem Red Bulls Salute.

Page hat aber auch unverändert die Entwicklung von Talenten zu einer seiner Hauptaufgabe erklärt. "Wir stehen weiterhin zu den Werten wie in der Vergangenheit. Wir möchten mit Spielern arbeiten, die bereit sind, wirklich alles zu geben und den steinigen Weg mit uns zu gehen. Red Bull bietet die Möglichkeiten, Spieler zu entwickeln", erklärte er. Spielpraxis können die Talente in Österreich und Tschechien sammeln. RB Salzburg besetzt alle österreichischen Nachwuchsligen und spielt ab der U16 wieder in der tschechischen Liga mit, in der es zuletzt auch einen schönen Erfolg gab: Das RB-Farmteam hat die tschechische U20-Liga gewonnen.

Nachwuchsakademie wird gebaut
Die Voraussetzungen für die Talente sind ausgezeichnet und werden mit dem Bau der Nachwuchsakademie in Liefering noch besser. Ab 2014 soll die Akademie mit neun Fußball-Plätzen, zwei Eishallen, zwei Skating-Mills (vergleichbar mit Laufbändern) und einem Internat mit 160 Betten, wovon 70 für Eishockey-Talente reserviert werden sollen, fertig sein.