Red Bull wirft Angel nach Real Mallorca aus:
Einstieg beim finanzmaroden Verein denkbar

Red Bull ist unter Kandidaten für Mehrheitsübernahme Mateschitz-Konzern äußert sich vorerst zurückhaltend

Red Bull wirft Angel nach Real Mallorca aus:
Einstieg beim finanzmaroden Verein denkbar © Bild: Reuters/Cardona

Passend zum Salzburger Erstrunden-Duell des UEFA-Cups gegen den FC Sevilla kursieren derzeit Gerüchte über einen Einstieg von Red Bull in den spanischen Fußball. Der Energy-Drink-Gigant aus Österreich soll sich unter den Kandidaten für den Erwerb von Mehrheitsanteilen beim Primera-Division-Club Real Mallorca befinden. Aufseiten von Red Bull gibt man sich in dieser Causa gewohnt zurückhaltend. Wenn sich etwas tue, werde man es kommunizieren, lautete der knappe Red-Bull-Kommentar.

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der das UEFA-Cup-Match in Sevilla live vor Ort mitverfolgt, hatte diesem Thema gegenüber der "Kleine Zeitung" auf jeden Fall den Wind aus den Segeln genommen: "Mallorca steht zum Verkauf. Es gibt vier, fünf Interessenten und man hat uns gebeten, darüber nachzudenken. Aber das kommt für uns sicher so gut wie nicht infrage."

Auslöser der Spekulationen ist die miserable finanzielle Lage von Vicente Grande, dem bisherigen Besitzer des Inselvereins. Der Immobilienunternehmer, der 93 Prozent der Aktien des Clubs besitzt, war aufgrund von Fehlspekulationen mit mehreren seiner Firmen in Konkurs gegangen.

Verein wäre erstmals in ausländischen Händen
Kauf-Kandidat Nummer eins ist nach wie vor der britische Unternehmer Paul Davidson, der laut spanischen Medien mit Grande bereits einen Vertrag mit einer Kaufsumme in der Höhe von 38 bis 45 Millionen Euro abgeschlossen haben soll. Der Verkauf bedürfe allerdings noch der Zustimmung des Konkursrichters. Sollte der Verkauf an Davidson, Red Bull oder einen anderen nicht-spanischen Kandidaten, etwa aus Dubai oder Russland, genehmigt werden, würde der Verein erstmals in seiner 92-jährigen Geschichte in ausländische Hände geraten.

Auch Kaufsummen von bis zu 80 Millionen Euro waren in den Medien aufgetaucht, die seien jedoch laut Red Bull "viel zu hoch" gegriffen. Die Entscheidung über den RCD (Real Club Deportivo) Mallorca soll bis 15. Oktober fallen. Sollte Red Bull das Rennen machen, würde sich das bisherige Fußball-Engagement des Konzerns aus Salzburg auf drei Clubs erhöhen, bis dato sind in Salzburg und New York Red-Bull-Werksteams engagiert.
(apa/red)