Rechtsstreit um Logo des Roten Kreuzes:
US-Pharmakonzern klagt Hilfsorganisation

Nutzung war nur für gemeinnützige Zwecke erlaubt Rote Kreuz verkaufte jetzt Produkte mit Zeichen

Rechtsstreit um Logo des Roten Kreuzes:
US-Pharmakonzern klagt Hilfsorganisation

In den USA ist ein Rechtsstreit über das Logo des Roten Kreuzes entbrannt. Der US-Pharmakonzern Johnson and Johnson (J&J) hat Klage gegen die US-Sektion der Hilfsorganisation eingereicht. J&J behauptet, es habe das Rote Kreuz auf weißem Grund schon 1887 als Marke angemeldet.

Dennoch habe der Konzern mehr als hundert Jahre lang die Nutzung des Zeichens durch das Rote Kreuz geduldet unter der Bedingung, dass die Hilfsorganisation es nur für gemeinnützige Zwecke verwendet. Nun habe das Rote Kreuz sein Logo aber auch auf Zahnbürsten, Erste-Hilfe- Koffer und Nagelknipser drucken lassen und damit Geld verdient.

J&J verlagt, dass das Rote Kreuz den Verkauf der Produkte mit dem Logo stoppt, die restlichen Produkte vernichtet und dem Pharmakonzern das damit eingenommene Geld erstattet. Zusätzlich soll die Hilfsorganisation noch ein Bußgeld bezahlen.

Das Rote Kreuz erklärte, dass "alles Geld, das das Rote Kreuz aus den Verkäufen dieser Produkte einnehme, in humanitäre Programme und Dienste investiert werde." Mit den Produkten wolle die Hilfsorganisation die 93 Prozent US-Bürger, die keine Hausapotheke zur Ersten Hilfe besitzen, ansprechen. Der Geschäftsführer des Roten Kreuzes in den USA nannte die Forderungen von J&J "obszön". (apa/red)