"Recht auf Leben garantieren": Papst warnt neuerlich vor Freigabe der Abtreibung

Keine demografische Kontrolle in Entwicklungsländern Wunsch nach "perfektem Kind" besorgniserregend

Papst Benedikt XVI. hat davor gewarnt, dass die Angriffe gegen das Recht auf Leben sich auf der ganzen Welt vervielfacht und mancherorts auch neue Formen angenommen hätten. "So wächst der Druck auf die Freigabe der Abtreibung in Ländern Lateinamerikas und in Entwicklungsländern, wobei man auch die Verwendung neuer, chemischer Formen von Abtreibung freizugeben sucht.

Die Politik der demografischen Kontrolle wird gefördert, obwohl sie heute auch auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene als schädlich gilt", sagte der Papst. Auch in den reichen Nationen des Westens sei die Lage Besorgnis erregend. "In den entwickelten Ländern wächst das Interesse an einer immer raffinierteren biotechnologischen Forschung, die im Dienst des Wunsches nach dem 'perfekten Kind' feine und ausgeklügelte Selektionsmechanismen finden soll.

Eine neue Welle diskriminierender Selektion findet Zuspruch im Namen des angeblichen Wohls der Individuen. All das ereignet sich, während auf der anderen Seite die politischen Bemühungen wachsen, Verbindungen zu legalisieren, die eine natürliche Fortpflanzung ausschließen", so der Papst.

Das Leben sei die erste der Gaben Gottes und das Fundament aller anderen. Das Recht auf Leben aller und in gleicher Weise für alle zu garantieren, sei "eine Aufgabe, von deren Erfüllung die Zukunft der Menschheit abhängt", erinnerte Benedikt die Angehörigen der päpstlichen Akademie für das Leben. Das Gremium hatte in den vergangenen zwei Tagen bei seiner Vollversammlung im Vatikan über das Thema "Das christliche Gewissen im Dienst des Rechtes auf Leben" gesprochen. (apa/red)