Rebellenangriff in Sri Lanka: Zahlreiche Menschen bei schwerem Seegefecht getötet

Selbstmordattentäter attackieren Schiff der Marine

In Sri Lanka sind am Donnerstag bei einem Rebellenangriff Militärkreisen zufolge 17 Marinesoldaten getötet worden. Vermutlich seien auch rund 50 Rebellen ums Leben gekommen, sagte ein führender Vertreter der Marine. Es habe sich um das schwerste Seegefecht seit dem Waffenstillstand von 2002 gehandelt.

Selbstmordattentäter der Rebellengruppe Tamilische Tiger hätten vor der Nordspitze des Landes ein Schiff attackiert und die Besatzung in den Tod gerissen. Die Armee habe fünf Boote der Rebellen versenkt. Ein Flottentransporter mit 710 Soldaten an Bord habe Schutz in indischen Gewässern gesucht und sei nun in Sicherheit.

Die Armee reagierte mit dem Einsatz von Kampfflugzeugen und - hubschraubern, um Territorien unter Kontrolle der Rebellen zu bombardieren. Zunächst lag keine Bestätigung von Opfern in diesen Gebieten vor.

Die Rebellen hatten vor kurzem die Friedensgespräche abgebrochen. Am Dienstag warnten sie davor, dass das Land kurz vor einem Bürgerkrieg stehe. Die Tamilen kämpfen für einen unabhängigen Staat der Tamilen im Norden und Osten Sri Lankas. Im vergangenen Monat sind bei Anschlägen und Gefechten mehr als 200 Menschen getötet worden. (apa)