Real Madrid von

Ronaldo ist traurig

Superstar gibt sich kryptisch: "Die Leute, die hier arbeiten, wissen worum es geht"

Real Madrid - Ronaldo ist traurig © Bild: Reuters/Hanna

"Reich, gutaussehend und traurig" - Cristiano Ronaldo hat nicht nur für die Zeitung "El Mundo" wieder einmal die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nach dem 3:0 gegen Granada samt seinen Treffern 149 und 150 für Real Madrid schritt Portugals Superstar am Sonntagabend zu den Mikrofonen und zog sogleich alle Aufmerksamkeit auf sich. "Ich feiere keine Tore, wenn ich mich traurig fühle", sagte der Stürmer.

"Die Leute, die hier arbeiten, wissen worum es geht. Mehr sage ich dazu nicht", gab Ronaldo weiter zu Protokoll. Nichts zu tun habe seine Gemütslage jedenfalls mit der verpassten Auszeichnung zu Europas Spieler der Saison. Die Trophäe hatte am Donnerstag Andres Iniesta vom FC Barcelona eingeheimst. Spaniens Presse vermutete sogleich Schlimmes: Der teuerste Kicker der Welt soll mit seinen Teamkollegen nicht das beste Verhältnis pflegen und Madrid verlassen wollen.

Superstar will mehr Geld - und Anerkennung
Bereits Samstag soll sich der 2009 um 94 Mio. Euro von Manchester United verpflichtete Portugiese mit Real-Präsident Florentino Perez getroffen haben. Laut der gewöhnlich gut informierten Radiostation "Cadena Ser" sei Thema gewesen, dass Ronaldo die vollste Unterstützung seiner Teamkollegen vermisse. Auch habe der 27-Jährige, der rund 11 Mio. Euro jährlich verdienen soll, ein verbessertes Gehalt gefordert.

Die Presse zeigte nicht unbedingt Verständnis für die Vorgehensweise des Real-Stars. "CR7 verunsichert Madrid und aktiviert die Alarmglocken", schrieb die "Marca". Im Konkurrenzblatt "AS" zeigte sich der Kommentar ebenfalls skeptisch: "Es erscheint respektlos gegenüber seinen Kollegen und den Fans, wegen Dingen verärgert zu sein, die man nicht benennen will. Wenn er mehr Geld will, dann soll er das einfach sagen."

Ronaldo wird eine Antwort wohl schuldig bleiben. Der im Finish gegen Granada aufgrund eines Schlags auf den Oberschenkel ausgetauschte Offensivspieler reiste ins portugiesische Teamcamp.

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