Raumfähre Discovery beendet Ausflug: Landete mit kleinen Umwegen in der Heimat

Witterungsbedingt Abstecher nach Kalifornien nötig Zurück nach zwei Wochen in den Weiten des Weltalls

Raumfähre Discovery beendet Ausflug: Landete mit kleinen Umwegen in der Heimat © Bild: AP/Saxon

Nach zwei Wochen im All ist die US-Raumfähre "Discovery" trotz einiger Verzögerungen wegen schlechten Wetters sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die sieben Astronauten an Bord mussten allerdings einen Umweg zum Luftwaffenstützpunkt Edwards im US-Staat Kalifornien in Kauf nehmen. Die planmäßige Landung in Florida musste wegen eines Wolken verhangenen Himmels wiederholt kurzfristig verschoben werden.

"Willkommen daheim, 'Discovery'", funkte Eric Boe von der Kontrollstation im texanischen Houston nach der erfolgreichen Landung an die Raumfähre. "Glückwunsch zu einer sehr erfolgreichen Mission."

Zuvor waren witterungsbedingt jeweils zwei Versuche abgebrochen worden, die Fähre nach ihrem Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) auf dem Kennedy Space Center im US-Staat Florida zu landen. Die Angehörigen der Astronauten warteten dort vergebens.

Umweg kostet zwei Millionen Dollar
Normalerweise versucht die NASA Umwege ihrer Raumfähren wie den nach Kalifornien zu vermeiden, weil diese dann mit einem Kostenaufwand von rund zwei Millionen Dollar (1,36 Millionen Euro) wieder nach Florida geschafft werden müssen.

"Mitbringsel"
Die "Discovery" brachte ein neues Labor, einen Gefrierschrank zur Aufbewahrung wissenschaftlicher Proben und ein neues Schlafabteil für das japanische Forschungsmodul Kibo zur ISS. Während des knapp neuntägigen "Rendezvous" mit der ISS hatten Astronauten drei Außeneinsätze unternommen. Unter anderem installierten sie ein Tragkraft-System und zwei GPS-Antennen, bauten einen Kühltank an der ISS an und bugsierten den zuvor abmontierten bisherigen Tank in den Laderaum der Raumfähre.

Die "Discovery"-Mission war die vierte von fünf für heuer geplanten. Im November soll das Shuttle noch einmal ins All fliegen. Im September 2010 will die NASA die Shuttle-Flotte dann endgültig außer Betrieb nehmen.

(apa/red)