Raumfähre "Atlantis" fliegt ab ins Weltall: Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral

Abflug trotz Bedenken wegen Schlechtwetter Ursprünglich Start für den 6. Dezember geplant

Raumfähre "Atlantis" fliegt ab ins Weltall: Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral © Bild: AP/Raoux

Nach zweimonatiger Verzögerung ist das europäische Weltraumlabor "Columbus" auf dem Weg zur Internationalen Weltraumstation ISS. Die US-Weltraumfähre "Atlantis" startete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral mit "Columbus" und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord. Für die europäische Raumfahrt gilt der geplante Einsatz des Labors als ein Meilenstein.

Wissenschafter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im bayerischen Oberpfaffenhofen, wo die Mission verfolgt wird, brachen nach dem Start in Jubel aus. Mit lautstarkem Applaus haben auch mehr als 900 Mitarbeiter und Angehörige von EADS-Astrium in Bremen den Start des europäischen Weltraumlabors "Columbus" mit dem US-Shuttle "Atlantis" gefeiert. Das Labor war maßgeblich in Bremen entwickelt und gebaut worden.

Problemloser Start
Ersten Angaben der US-Weltraumbehörde NASA zufolge verlief der Start mit den insgesamt sieben Astronauten an Bord ohne Probleme. "Alle System funktionieren normal", sagte ein NASA-Sprecher gut eine halbe Stunde nach dem Abheben.

Start fast verschoben
Noch kurz vor dem Abheben hatte es schwere Bedenken wegen des Wetters gegeben. Meteorologen hatten mit einer 60- bis 70-prozentigen Möglichkeit einer erneuten Startverschiebung wegen Regens und Sturms gerechnet. Ursprünglich war der Start bereits für den 6. Dezember geplant gewesen, musste aber wegen defekter Tanksensoren mehrfach verschoben werden.

Andocken an ISS
Hauptaufgabe der elftägigen Mission ist es, das Labor an der ISS anzudocken. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant, an zwei davon wird Schlegel teilnehmen.

(apa/red)