Raufen ums Leiberl in Favoriten: 'Gesunder
Konkurrenzkampf' soll Austrianer anspornen

Veilchen stockten vor allem im Sturm personell auf Besorgnis wegen Trainingsrückstand von Acimovic

Georg Zellhofer, Trainer von Fußball-Bundesliga-Schlusslicht Austria Magna, baut vor dem Start in die Frühjahrssaison auf gesunden Konkurrenzkampf in der Mannschaft. Mit den Österreichern Ronald Gercaliu und Joachim Standfest, dem Slowenen Milenko Acimovic sowie den beiden Tschechen David Lafata und Vaclav Sverkos verpflichtete der (noch) regierende Meister Männer mit Länderspielerfahrung. "Unruheherde" wie Nastja Ceh und Sebastian Mila wurden abgegeben.

"Die Verpflichtungen waren notwendig, weil wir reagieren mussten. Im Sommer hat die Austria einen Schnitt gemacht, der so nicht zu verkraften war - das haben jetzt alle eingesehen", meinte Zellhofer, der den Violetten im Trainingslager in Jerez de la Frontera den letzten Schliff vor dem Meisterschaftsstart gegen Wacker Tirol am 25. Februar verpassen will.

Mit Gercaliu und Standfest seien die gesuchten Verstärkungen an den Flanken gefunden worden. "Beide haben Perspektiven auf einen Einsatz bei der EURO 2008, als Österreicher auch keine Anpassungsschwierigkeiten", ist der Oberösterreicher von der Qualität der beiden ÖFB-Teamspieler überzeugt. Mit den getätigten Transfers sei jedenfalls der Kampf ums "Leiberl" eröffnet.

"Der Konkurrenzkampf ist im ganzen Kader größer geworden, jeder muss jetzt Leistung bringen", hofft der Coach auf eine positive Reaktion seiner Schützlinge. Besonders im Sturm sei die Konkurrenz mit der Verpflichtung der beiden tschechischen Teamstürmer Lafata und Sverkos "extrem", nach der mangelnden Torausbeute im Herbst wäre der Handlungsbedarf im Angriff jedoch am höchsten gewesen.

Sorgen bereitet dem 46-Jährigen lediglich der Trainingsrückstand von Neo-Regisseur Acimovic, der in den kommenden drei Wochen kaum aufzuholen sei. "Aber über sein fußballerisches Können brauchen wir uns keine Sorgen machen. Da er ablösefrei kam, war seine Verpflichtung von Vereinsseite aus auch kein Risiko", meinte Zellhofer, dessen Herzprobleme der Vergangenheit angehören.

Bis auf die angeschlagenen Sverkos und Vachousek, deren Abflug nach Spanien noch wackelt, kann er in Jerez mit dem kompletten Kader arbeiten. "Wir haben nun vier Testspiele, mit entsprechenden Ergebnissen könnten wir uns Sicherheit für die Meisterschaft holen." Der Abstiegskampf werde im Kopf entschieden, die Auslosung in den ersten beiden Frühjahrsrunden sei dabei alles andere als leicht. Nach dem Auswärtsspiel bei Wacker Tirol (25. Februar) wartet in der 23. Runde am 4. März bereits das Heim-Derby gegen Erzrivale Rapid.

(apa/red)