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Rauchverbot - Krebshilfe und Ärztekammer hoffen auf Vernunft

Petition wird Parlament übergeben

Die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Ärztekammer hoffen auf die gesundheitspolitische Vernunft, was die Umsetzung des bisher geplanten Rauchverbots in Lokalen angeht. Die Vorarbeiten für ein allfälliges Volksbegehren laufen, sagten am Dienstag Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres gegenüber der APA.

"Unser Ziel ist es, die Bundesregierung unter sachpolitischen Argumenten zu überzeugen, dass sie das Kippen des geplanten Rauchverbots in der Gastronomie idealerweise nicht macht. 442.000 Menschen haben schon unsere Petition für die Umsetzung des Rauchverbotes unterzeichnet. Wir werden die Petition den Parlamentariern übergeben, damit es in den Petitionsausschuss des Nationalrates kommt. Für uns waren die hohe Zustimmung der Bevölkerung und die vielen Unterschriften sehr überraschend und überwältigend", sagte Sevelda. Binnen der ersten 24 Stunden hätten bereits 100.000 Menschen unterzeichnet, die Petition sei die bisher erfolgreichste derartige Aktion in Österreich.

Ähnlich äußerte sich der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres: "Die Krebshilfe und wir Ärzte können nur für ein Rauchverbot in der Gastronomie sein. Die Petition, die wir unterstützen, läuft noch bis Februar. Dann wollen wir ein Volksbegehren in die Wege leiten. Wir brauchen mindestens 8.500 Unterschriften dafür, die in den Bezirksämtern gesammelt werden müssen. Dann legt das Innenministerium einen Termin für das Volksbegehren fest. Da brauchen wir dann mindestens 100.000 Unterschriften, damit es ins Parlament kommt." Die Österreichische Ärztekammer werde hoch aktiv sein.

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