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Frühjahrskur für den Rasen

Wir haben für Sie die besten Tipps zum richtigen Vertikutieren

Rasen, Symbolbild © Bild: Thinkstock

Im Sommer im Garten zu sitzen und über die blühende Pracht zu blicken, erfreut das Herz eines jeden Gartenbesitzers. Doch sich nur auf die Blumen in den Beeten zu konzentrieren, reicht nicht aus. Der Rasen braucht ebenfalls viel Aufmerksamkeit. Damit er den ganzen Sommer über in sattem Grün und dicht gewachsen zu bewundern ist, ist es notwendig, ihn regelmäßig zu vertikutieren.

Um den Rasen richtig zu vertikutieren, ist es sinnvoll, einige Tipps zu beachten. Sie betreffen nicht nur die Anwendung, sondern ebenso den richtigen Zeitpunkt.

1. Wer erst vor kurzem seine Gartenfläche angelegt hat, kann sich noch entspannt zurücklegen. Zu früh zu vertikutieren, schadet dem Rasen sehr. Der Vertikutierer reißt Gräser aus der Erde, solange diese noch nicht fest verwurzelt sind. Zu früh anzufangen bedeutet im schlimmsten Fall, den vor kurzem mühsam herangezüchteten Rasen wieder zu verlieren. Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Rasen mindestens drei Jahre alt sein sollte. Der Vertikutierer schadet einem gesunden Rasen ab diesem Alter in der Regel nicht mehr.

2. Ein guter Hinweis, um zu erkennen, ob der Rasen zu vertikutieren ist, bietet Moos. Zum Barfußlaufen auf dem Rasen ist Moos zwar sehr angenehm weich, dem Rasen schadet diese Pflanze aber auf Dauer. Hat sich das Moos noch nicht weit ausgebreitet, sollte der Gartenbesitzer es möglichst bald entfernen. Um einen ersten Überblick über das Ausmaß zu bekommen, bietet es sich an, eine Harke zu nehmen und damit durch die Grasnarbe zu ziehen. Vorhandenes Moos bleibt leicht daran hängen. Ist der Rasen hingegen frei davon, lässt sich die Harke leicht ziehen.

3. Ein weiterer Hinweis auf eine Kur mit dem Vertikutierer bietet Unkraut. Der Rasen kann dann nicht richtig wachsen. Ihn vom Unkraut zu befreien und dadurch Luft zu schaffen, ist ratsam.

4. Viele Gartenbesitzer vertikutieren zu Beginn der Gartensaison. Wurde der Rasen im April zum ersten Mal gedüngt und gemäht, gilt es den Zeitpunkt abzuwarten, an dem das zweite Mähen ansteht. Die Gräser sind jetzt in einem guten Zustand und überstehen die Bearbeitung im Allgemeinen gut.

5. Bei der Nutzung eines Vertikutierers haben Gartenbesitzer die Möglichkeit, zwischen Benzin- und Elektro-Geräten zu wählen. Wer einen großen Garten hat, ist mit einem Benzin-Vertikutierer gut bedient: Hier gibt es kein langes Kabel, das hinter dem Gerät herzuziehen ist und ihm Zweifelsfall von seinen scharfen Messern zerschnitten wird. Durch das Benzin erreicht der Vertikutierer außerdem ein höheres Gewicht, wodurch es leichter ist, notwendigen Druck auf die Grasnarbe auszuüben.

6. Ist nur eine relativ kleine Rasenfläche zu bearbeiten, ist ein günstiges Elektro-Gerät oft ausreichend. Das Elektrokabel ist hier nicht so lang und lässt sich mit etwas Übung sicher vom Vertikutierer fernhalten. Da er leichter ist und weniger Gewicht auf dem Rasen lastet, sollten Gartenbesitzer ihn für ein gutes Endergebnis beschweren. Ein Sack mit einigen Kilogramm Sandkastensand oder Blumenerde befüllt, leistet hier einen guten Dienst.

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