Rapid Wien von

Der Rapid-Plan für 2013/2014

Zoran Barisic soll als Trainer verlängern. Tormann wird in Hütteldorf keiner gesucht.

Rapid-Sportdirektor Helmut Schulte © Bild: GEPA pictures/Hoermandinger

Die Planungen von Rapid für die Bundesliga-Saison 2013/2014 nehmen Formen an. Davor wollte Sportdirektor Helmut Schulte am Freitag aber dem Erzkonkurrenten Austria zum Meistertitel gratulieren. "Ich möchte der Austria zu dieser wirklich herausragenden Saison gratulieren. Sie ist ein ganz besonders verdienter Meister", so Schulte, bevor er Einblick in die Zukunft von Rapid gewährte.

Mit Trainer Zoran Barisic, dessen Vertrag laut Schulte unmittelbar vor der Verlängerung steht, und einer größtenteils jungen Truppe ist neuerlich das Erreichen eines Europacup-Startplatzes das ausgegebene Ziel.

Die ersten personellen Entscheidungen für die Kadergestaltung sind bereits gefallen. Das Quintett Markus Katzer, Markus Heikkinen, Stefan Kulovits, Gerson und Thomas Prager wird am Sonntag im Rahmen des Heimspiels gegen SV Ried verabschiedet. Fix ist bereits, dass die beiden verliehen gewesenen Akteure Stephan Palla (Admira) und Brian Behrendt (Horn) in Rapids Profikader zurückkehren.

Palla soll als linker Verteidiger und Behrendt als Option in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld fungieren. "Beide haben sich gut entwickelt. Wir trauen ihnen zu, dass sie wertvolle Spieler werden", meinte Schulte. Offen ist hingegen, ob auch Dominik Hofbauer (Wr. Neustadt) und Konstantin Kerschbaumer (St. Pölten) nach den Leihgeschäften ins Hanappi-Stadion zurückkehren.

"Junge Talente entwickeln"
"Zwölf Kaderspieler sind jünger als 24 Jahre. Ich glaube, man kann sehen, was wir vorhaben. Wir wollen junge Talente weiterentwickeln. Und dazu braucht man Geduld", gab Sportdirektor Schulte die Marschroute beim 32-fachen Meister vor. Um diese Geduld zu bekommen, will man laut Barisic mit Gesprächen und Überzeugungsarbeit unbedingt "die Fans ins Boot holen". "Bei jungen Spielern greift man immer in die Wundertüte. Es wird uns niemand etwas zutrauen. Auch das wird eine gewisse Motivation sein", sagte Barisic.

Vor allem aufgrund der langwierigen Verletzungen der Leistungsträger Deni Alar und Michael Schimpelsberger wird Rapid auf dem Transfermarkt noch aktiv werden, am Ende soll der Kader maximal 23 Mann stark sein. Schulte berichtete, dass der Name Rapid nach wie vor ein Zugpferd bei den Verhandlungen ist. "Verein, Name, Tradition, Stadt, Europacupstartplatz, das alles spricht für uns. Am Ende geht es aber natürlich auch um die Marie", weiß der 55-jährige Deutsche.

Kein Tormann gesucht
Gesucht werden laut Schulte Kicker "der mittleren Altersstruktur für alle Mannschaftsteile außer dem Tor". "Der (finanzielle, Anm.) Spielraum ist nicht sehr groß", gestand der von St. Pauli zu Rapid gekommene Deutsche. Priorität scheinen Österreicher zu haben, man werfe aber auch Blicke ins Ausland. Barisic und Schulte betonten, dass in Zukunft auch vermehrt und immer wieder Spieler der Rapid Amateure zur Kampfmannschaft befördert werden.

"Die Bezeichnung Amateure gefällt mir überhaupt nicht, ich würde es Rapid II nennen", sagte Barisic. "Das sind Spieler, die unter professionellen Bedingungen arbeiten." Dass der 43-Jährige, wie Mitte April von Schulte angekündigt, nicht nur eine Interimslösung ist, soll schon bald offiziell gemacht werden. "Wir streben eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an. Ich glaube, dass es in naher Zukunft so weit sein wird", verkündete Schulte.

Kommentare

bezüglich schulte
vielleicht sollte man einmal langsam machen - wer war denn für marcel koller?? - und jetzt sind wir froh daß er da ist.

brauser49

Da man sich Spitzenspieler nicht leisten wird koennen werden wohl der grossartige Rapidnachwuchs die Kastanien aus dem Feuer holen muessen, wenns auch im EC- nächstes Jahr vielleicht nicht klappt !

Schulte sieht man die Begeisterung direkt an.
Das ist also Rapid. Ein einschläfernder Sportdirektor.
Eine Mannschaft die genauso spielt, wie der Boss am Foto aussieht.
Gratulation

Man vermisst bei den Umbauplänen Rapids den Abgang von Schulte! Der kostet viel und bringt nichts - also ... weg mit ihm.

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