Rapid Wien von

Peter Schöttel darf bleiben

Präsident Edlinger spricht Trainer Vertrauen aus und pocht auf Stadion-Neubau

Rapid: Peter Schöttel und Rudolf Edlinger © Bild: GEPA/Ort

Trainer Peter Schöttel hat trotz zuletzt schwacher Leistungen der Mannschaft weiter das Vertrauen von Rapid-Präsident Rudolf Edlinger. Das erklärte Edlinger am Dienstagabend bei der Präsidiumssitzung des österreichischen Rekordmeisters in Hütteldorf. Vor dem nächsten Spiel am Samstag in Mattersburg wird es aber weitere Gespräche geben. Das Präsidium sprach sich zudem für einen Stadion-Neubau und eine Neuaufteilung der TV-Gelder aus.

Mit zuletzt drei Niederlagen in Folge, darunter am Sonntag eine 0:2-Heimniederlage gegen Aufsteiger WAC, ist Rapid sportlich in die Krise gerutscht. Doch unüberlegte Aktionen will Edlinger nicht machen.

"Wie ich allerdings mehrfach betont habe, werden wir unsere Entscheidungen wohlüberlegt treffen und ich keinem Bereich einen Schnellschuss tätigen. Es werden bis zum nächsten Spiel noch weitere Gespräche von mir mit Präsidiumskollegen und selbstverständlich auch Cheftrainer Peter Schöttel, der mein Vertrauen genießt, stattfinden. Ende der Woche, noch vor dem Mattersburg-Match, werde ich gerne über weitere Entscheidungen informieren", wurde der Club-Präsident in einer Presseaussendung zitiert.

Für Stadion-Neubau

Neu soll dagegen bald ein Rapid-Stadion sein. Das Präsidium schloss sich der Meinung von Edlinger an, der sich in der vergangenen Woche für einen Neubau statt der bisher geplanten Renovierung und Erweiterung des Hanappi-Stadions ausgesprochen hatte. Experten hatten davor ihre Erkenntnisse der detaillierten Prüfung der aktuellen Rapid-Heimstätte präsentiert.

„Es ist nun endgültig Gewissheit, dass sämtliche geprüfte Varianten zu einer Generalsanierung inklusive Erweiterung unseres Stadions aus wirtschaftlicher Sicht nicht nachhaltig umsetzbar sind. Daher strebt der SK Rapid einen Neubau am gleichen Standort mit einer Kapazität von 25.000 bis 30.000 Zuschauern an, was nur in Kooperation mit einem Investor – und im Falle eines Neubaus gibt es durchaus Interessenten – machbar sein wird. Unsere Vision ist, einen Neubau, der Rapid in den nächsten Jahrzehnten und somit langfristig Vorteile bringen soll, zu stemmen", erklärte Edlinger.

Ohne Investor gibt es nur eine Renovierung

"Sollte sich bis zum Ende der laufenden Saison allerdings herausstellen, dass es für dieses Szenario keine Lösung gibt, wird die mit rund 20 Millionen Euro veranschlagte Generalsanierung ohne Kapazitätserweiterung in Angriff genommen. Diese würde dann im Sommer 2014 beginnen", sagte der Rapid-Boss. Der Verein wird daher auf jeden Fall in der nächsten Saison 2013/14 seine Heimspiele in Hütteldorf austragen.

Rapid will mehr mehr vom TV-Gelder-Kuchen

Größere Einnahmen erhofft sich der Verein durch die TV-Rechte, für die Zeit ab nächster Saison vergeben werden. Das Präsidium bekräftigte die Forderung nach einer Neuaufteilung der Gelder. "Wir bestehen auf eine Änderung des Verteilungsschlüssels. Sollte die Bundesliga nicht einen an das deutsche System angelehnten Verteilungsschlüssel einführen, wird Rapid nicht bei der Zentralvermarktung dabei sein. In Österreich befinden wir uns derzeit in der europaweit einzigartigen Situation, dass alle Klubs – unabhängig von Attraktivität, Popularität und sportlichem Abschneiden – nahezu den gleichen Betrag erhalten“, so Edlinger in der Presseaussendung.

Damit schein ein Konflikt vorprogrammiert. Austria-Vorstand Markus Kraetschmer, der auch Liga-Vizepräsident ist, hat in der "Sportwoche" erklärt: "Bei allem Verständnis: Alle anderen Klubs haben klar und deutlich gemacht, dass die Liga in der Vergangenheit am besten gefahren ist, wenn wir solidarisch waren."

Kommentare

Herr Edlinger auf ein Wort. In welchem Zusammenhang stehen die furchtbaren Leistungen der gesamten Mannschaft mit einem neuen Stadion ??

Für diese Rapid Mannschaft hätte die alte Pfarrwiese auch gereicht.
25-30 000 Zuschauer ha,ha,ah.Hr.Edlinger will sich wohl ein Denkmal setzten.

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