Rapid Wien von

Fan-Gruppen ausgeschlossen

Aufgrund zahlreicher Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit - Schaden für Verein

Rapid Wien - Fan-Gruppen ausgeschlossen © Bild: APA/Neubauer

Der SK Rapid Wien hat nach den Fan-Vorfällen im Europa-League-Auswärtsspiel gegen PAOK Saloniki eine erste Maßnahme getroffen. Zwei Fan-Gruppierungen, die zu keinem Zeitpunkt als offizielle Fanclubs des Vereins geführt wurden, werden künftig bei Rapid-Spielen - auf nationaler und internationaler Ebene sowohl daheim als auch auswärts - nicht mehr zugelassen sein.

Man habe in der Vergangenheit oft den Dialog mit diesen (nicht genannten) Gruppierungen gesucht, dabei aber zur Kenntnis nehmen müssen, dass diese "mit dem Verein nichts zu tun haben wollen". Die Entscheidung wurde aufgrund zahlreicher Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit, die dem Verein direkt oder indirekt Schaden zufügten, getroffen.

Der Ausschluss der namentlich bekannten Mitglieder aus dem Vereinsleben erfolgt auf zweierlei Art. Sofern vorhanden durch den Entzug von Vereinsmitgliedschaften sowie durch die Verhängung von vorerst auf fünf Jahre ausgesprochenen Hausverboten. Für den gleichen Zeitraum wird es für diese Personen keine Karten für Auswärtsspiele geben, weiters wird ein österreichweites Stadionverbot bei der Bundesliga beantragt.

Rapid erhielt zudem am Mittwoch vom europäischen Fußball-Verband die Entscheidungsmitbegründung für die verhängte Europa-League-Strafe. Damit läuft für die Wiener nun die Frist zur Ausführung der Berufungsschrift. Diese wird Rapid laut Club-Angaben "zeitnah" bei der UEFA einbringen.

Damit soll gewährleistet werden, dass die Entscheidung vom UEFA-Berufungssenat noch vor dem Auftaktmatch der Europa League am 20. September in Wien gegen Rosenborg Trondheim fällt. Die Kontroll-und Disziplinarkammer der UEFA verdonnerte die Hütteldorfer wegen der Vorfälle zu einem Europacup-Heimspiel ohne Zuschauer sowie zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro.

Kommentare