Rapid holt sich die Tabellenspitze zurück:
Hütteldorfer bezwingen den LASK knapp 2:1

Umstrittener Elfmeter für Rapid drehte das Spiel um Wiener seit 1999 zum ersten Mal in Linz siegreich

Rapid holt sich die Tabellenspitze zurück:
Hütteldorfer bezwingen den LASK knapp 2:1 © Bild: APA/Rubra

Der SK Rapid Wien ist auch nach der 33. Runde auf dem besten Wege in Richtung 32. Fußball-Meistertitel. Die Wiener setzten sich am Sonntag in einem spannenden Spiel beim LASK mit 2:1 (0:0) durch. Steffen Hofmann (53./Elfmeter) und Ümit Korkmaz (65.) brachten die Hütteldorfer auf die Erfolgsstraße, Wendel (71.) gelang für die Linzer nur noch der Anschlusstreffer.

Österreichs Rekordmeister, der von den vergangenen elf Spielen neun gewonnen hat, liegt damit drei Runden vor Schluss weiterhin einen Punkt vor Meister Red Bull Salzburg, der bereits am Samstag Sturm Graz mit 3:0 besiegt hatte. Die Linzer sind nach ihrer erst zweiten Saisonheimniederlage endgültig aus dem Meisterrennen und rutschten aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Kampf um den einen UEFA-Cup-Platz auch hinter die Austria auf Rang vier zurück.

Von Beginn an entwickelte sich eine rassige, von Zweikämpfen geprägte Partie. Die Linzer waren aber aggressiver, dynamischer und auch deutlich torgefährlicher. Saurer tankte sich auf der linken Seite durch, nach seiner Hereingabe traf aber Adi, der wieder gegenüber Mijatovic den Vorzug erhalten hatte, den Ball nicht richtig und Baur setzte den Nachschuss deutlich über das Tor (12.).

Grün-Weiße anfangs unter Druck
Drei Minuten später ging ein Volleyschuss des aufgerückten und völlig ungedeckten Abwehrspielers Gansterer nach einem Saurer-Corner hauchdünn am Rapid-Tor vorbei (15.). Dazu deutete auch Panis, dessen Schuss Rapid-Goalie Payer aber sicher parierte, seine Gefährlichkeit an (26.). Die Wiener konnten sich vor allem in der Offensive kaum entfalten, fanden kein geeignetes Mittel um die Linzer Innenverteidigung vor Probleme zu stellen. Bei der einzigen Chance vor der Pause schoss Maierhofer aus 17 Metern knapp am Tor vorbei (36.).

Die in der Abwehr schon gebeutelten Wiener (Tokic, Katzer fehlen) mussten zudem einen weiteren Ausfall hinnehmen. Hannes Eder schied nach einem Zweikampf mit Gansterer aus (34.) und wurde durch Kulovits ersetzt, der finnische Teamspieler Heikkinen rückte dafür vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung zurück.

Umstrittener Elfer drehte das Spiel um
Nach dem Seitenwechsel änderte sich vorerst wenig am Spielgeschehen, die Linzer waren erneut aktiver und dem 1:0 näher. Einen Vastic-Weitschuss machte Payer mit einer Faustabwehr zunichte (50.). Wie aus dem Nichts gingen aber die Hütteldorfer in Führung. Hofmann spielte ideal auf den abseitsverdächtig positionierten, bis dahin unauffälligen Hoffer, der im Strafraum von LASK-Goalie Cavlina, der allerdings auch am Ball dran war, gelegt wurde. Hofmann gab sich keine Blöße und verwertete den Strafstoß souverän mit einem Schuss ins linke Eck (53.).

Danach waren die Wiener selbstsicherer und hatten die Partie im Griff, die Linzer wirkten demgegenüber nach dem unglücklichen Gegentreffer angeschlagen. Hoffer schoss aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei (57.), ehe Korkmaz mit einem herrlichen Weitschuss mit links aus rund 25 Metern für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte (65.).

LASK bis zum Schluss kämpferisch
Der Aufsteiger gab aber nicht auf und kam nochmals zurück in die Partie. Nach einem Vastic-Freistoß und Mijatovic-Kopfball sorgte Wendel mit der Brust für das 1:2 (71.). In der Schlussphase hatten die Wiener viel Platz für Konter, Maierhofer ließ allerdings die Topchance auf das 3:1 aus, schoss aus sechs Metern nach idealer Hofmann-Vorarbeit drüber (83.). Auf der anderen Seite hatte Mijatovic den Ausgleich auf den Beinen, Thonhofer rettete mit einem Tackling allerdings in letzter Sekunde (86.), in der Nachspielzeit ging zudem ein Hota-Schuss über das Gehäuse von Payer (92.).

Rapid schaffte damit zum ersten Mal nach dem 14. August 1999 wieder einen vollen Erfolg im Linzer Stadion, außerdem glückte die Revanche für die 0:2-Niederlage im ersten direkten Duell in Linz am 12. August 2007. Die Linzer haben damit von den vergangenen fünf Spielen nur eines gewonnen.

LASK Linz - SK Rapid Wien Endstand 1:2 (0:0)
Linzer Stadion, 18.200 (ausverkauft), SR Schörgenhofer.

Torfolge:
0:1 (53.) Hofmann (Elfmeter)
0:2 (65.) Korkmaz
1:2 (71.) Wendel

LASK: Cavlina - Gansterer, Hoheneder, Baur, Wisio (82. Hota) -
Klein (70. Torres), Wendel, Panis, Saurer - Vastic, Adi (60.
Mijatovic)

Rapid: Payer - Dober, Eder (34. Kulovits), Patocka, Thonhofer -
Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Korkmaz - Hoffer (81. Bazina),
Maierhofer

Gelbe Karten: Panis, Baur, Mijatovic, Gansterer bzw. Thonhofer,
Maierhofer

(apa/red)

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