Rapid bleibt auf der Siegerstraße: Wiener stürmen in der Bundesliga weiter nach oben

Hart erkämpfter 2:1-Heimerfolg über wackere Tiroler Kincl erzielt das "Goldtor" - Feldhofer muss vom Platz

Rapid bleibt auf der Siegerstraße: Wiener stürmen in der Bundesliga weiter nach oben

Der SK Rapid Wien hat seine tolle Frühjahrsform bestätigt. Der österreichische Rekordmeister kam im mit 17.400 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion gegen den FC Wacker Tirol zu einem 2:1-(1:1)-Heimsieg und blieb damit in den vergangenen neun Meisterschaftsspielen siebenmal siegreich. Die Tiroler verlängerten hingegen ihre Negativserie auf elf sieglose Spiele in Serie.

Die stark ersatzgeschwächten Tiroler, die in den vergangenen Spielen immer wieder schnellen Rückständen nachlaufen hatten müssen, waren dieses Mal von Beginn an hellwach und auch erfolgreich. Aganun bediente Hölzl, der die Innsbrucker mit einem für Rapid-Goalie Payer nicht unhaltbaren Schuss aus spitzem Winkel in Führung brachte (3.).

Die Gäste-Freude währte aber gerade einmal eine Minute. Bazina setzte sich auf der linken Seite gegen Feldhofer durch, gab zur Mitte auf den am Elfmeterpunkt völlig freistehenden Veli Kavlak, der trocken zum 1:1 einschoss (4.).

Bei den ungewohnt offensiv ausgerichteten Innsbruckern war trotz des schnellen Ausgleichs von einer Verunsicherung nach dem bisher erfolglosen Frühjahr keine Spur.

Die Straka-Elf hielt die sehr flotte Partie in der ersten Hälfte, die eine tolle Werbung für den österreichischen Fußball war, durchwegs offen.

Rot für Feldhofer lässt das Spiel kippen
Bei den Tirolern ging ein Mimm-Kopfball nach einer Kolousek-Freistoßflanke knapp am Tor vorbei (9.) und Payer parierte einen Masek-Schuss (34.). Gefährlicher waren aber die Wiener: Nach einer Kopfballvorlage von Bazina spielte Kincl den Ball an Goalie Pavlovic vorbei, Abwehrspieler Mimm rettete aber in letzter Sekunde auf der Linie (18.). Außerdem sorgten Kincl mit einem Kopfball (23.) und Hiden mit einem Gewaltschuss aus 35 Metern (36.), der über das Tor ging für Gefahr.

In der 45. Minute spielte sich dann Schiedsrichter Bernhard Brugger in den Mittelpunkt. Tirols-Abwehrchef Ferdinand Feldhofer musste nach einem Foul mit einer harten Gelb-Roten-Karte vom Feld. Die Rapidler hatten dadurch in der zweiten Hälfte mehr Platz und übernahmen folglich auch klar das Kommando. Mit der ersten großen Chance nach Wiederanpfiff war auch schon die Führung perfekt. Eine Korkmaz-Flanke ging über Goalie Pavlovic hinweg und Kincl traf aus kurzer Distanz Volley zum 2:1 (49.).

Payer rettet die drei Punkte in der Nachspielzeit
Die Rapidler waren zwar klar überlegen, verabsäumten es aber wie schon beim 3:2-Erfolg in der Vorwoche in Tirol, vorzeitig den Sack zuzumachen. In der Rapid-Viertelstunde drängten die Gäste, bei denen der brasilianische Winter-Neuzugang Emidio Wellington auf Grund der Personalnot (nur 15 Spieler machten die Reise nach Wien mit) ab der 78. Minute sein Debüt gab, dann auf den Ausgleich und wurden beinahe noch belohnt.

Ein Gruber-Kopfball wurde von Korkmaz auf der Linie mit der Hand abgewehrt, der Elfmeterpfiff von Brugger blieb allerdings aus (87.). Dazu bedurfte es in der Nachspielzeit bei einem Kolousek-Schuss einer Glanzparade von Payer (92.).

Die Pacult-Elf arbeitete sich damit bereits auf den dritten Platz nach vorne und hat in allen zwölf Spielen seit dem Wiederaufstieg der Tiroler im direkten Duell nicht verloren. Die Innsbrucker rutschten in der Tabelle punktgleich mit Altach (8.) und GAK (7.) auf den neunten Platz ab.

(apa/red)