Rapid mit nächstem Schritt Richtung Titel: Wiener gegen Wacker ohne Fehl und Tadel

Ungefährdeter Heimsieg gegen Abstiegskandidaten Innsbrucker bereits fünf Punkte hinter Kärnten

Rapid mit nächstem Schritt Richtung Titel: Wiener gegen Wacker ohne Fehl und Tadel

Rapid Wien hat seine Ambitionen auf seinen 32. Meistertitel eindrucksvoll unterstrichen. Wenige Tage nach dem sensationellen 7:0-Kantersieg bei Meister Red Bull Salzburg fegte der Tabellenführer vor 17.500 Zuschauern auch das immer stärker abstiegsbedrohte Schlusslicht FC Wacker Innsbruck mit 4:1 aus dem ausverkauften Gerhard Hanappi Stadion.

Die Tore erzielten Rapid-Sturmtank Stefan Maierhofer (20.), Kapitän Steffen Hofmann aus einem Elfmeter (43.), der Ex-Innsbrucker Hannes Eder (45.+3) und der Montenegriner Branko Boskovic (61.). Für Wacker hatte Andreas Schrott zwischenzeitlich verkürzt (59.). Nach dem fünften Sieg in ebenso vielen Frühjahrs-Heimspielen führt Rapid vorerst vier Punkte vor Meister Salzburg. Die Mozartstädter gastieren erst am Sonntagnachmittag in Ried.

Rapid schloss mit seinem neuen Parade-Sturmduo Maierhofer/Hoffer ansatzweise an die bravouröse Leistung in Salzburg an, dominierte auch gegen Innsbruck von der ersten Minute an. Bereits in ebendieser hätte Hoffer die Hütteldorfer in Führung bringen müssen, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Wacker-Goalie Pavlovic, der sich auch bei einem Schuss von Dober auszeichnete (15.).

Das 1:0 war aber nur eine Frage der Zeit. Zu ängstlich und fehleranfällig im Spielaufbau präsentierten sich die harmlosen Tiroler. Den Bann brach Maierhofer nach Flanke von Korkmaz mit seinem sechsten Saisontor in neun Spielen für Rapid. Der 2,02 Meter große Stürmer setzte sich im Zweikampf mit Madl durch und traf unter Mithilfe des Wacker-Verteidigers mit dem Knie.

Nach weiteren Rapid-Chancen durch Dober (23.), Hoffer (28.) und Maierhofer (34.) folgte noch vor der Pause die Vorentscheidung. Dem Elfmeter war ein Missgeschick von Andreas Hölzl vorangegangen, der sich ohne Fremdeinwirkung einen Bänderriss im Sprunggelenk zuzog und damit auch Boskovic zu Fall brachte. Hofmann gab sich keine Blöße, fünf Minuten später stellte Eder per Volley auf 3:0.

Nach Seitenwechsel schaltete Rapid einen Gang zurück und wurde prompt bestraft. Nach Freistoßflanke von Kolousek traf Schrott per Kopf. Auch Hüne Maierhofer hatte den Ball verpasst. Die Innsbrucker Hoffnung währte aber nur etwas mehr als eine Minute, bis Boskovic, der sich mit etwas Ballglück gegen zwei Innsbrucker durchgesetzt hatte, den Endstand besorgte.

Der dritte Rapid-Sieg in Folge hätte noch höher ausfallen können, doch Hoffer vergab Chancen in Hülle und Fülle. Erst scheiterte der 20-Jährige im Doppelpack an Pavlovic (63.), danach auch noch völlig freistehend per Kopf (80.). Pavlovic, der mit Abstand beste Wacker-Spieler, hatte außerdem noch einen gefährlichen Kopfball von Boskovic pariert (67.).

Rapid verbesserte seine Bilanz im Jahr 2008 im Hanappi-Stadion auf 5:0 Siege und 14:2 Tore. In 16 Spielen seit dem Wiederaufstieg der Innsbrucker im Jahr 2004 sind die Hütteldorfer ungeschlagen. Nun droht Wacker neuerlich der Gang in die zweithöchste Spielklasse. Den seit acht Spielen sieglosen Tirolern fehlen vier Runden vor Schluss bereits fünf Punkte auf Kärnten und acht auf Altach.

Rapid Wien - FC Wacker Innsbruck 4:1 (3:0)
Gerhard Hanappi Stadion, 17.500 Zuschauer, SR Prammer

Tore:
1:0 (20.) Maierhofer
2:0 (43.) Hofmann (Elfmeter)
3:0 (45.+3) H. Eder
3:1 (59.) Schrott
4:1 (61.) Boskovic

Rapid: Payer - Dober (88. Palla), H. Eder, Patocka, Thonhofer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Korkmaz (74. St. Kulovits) - Maierhofer (77. Fabiano), Hoffer

Innsbruck: Pavlovic - Mimm (83. Martin Dollinger), Feldhofer (64. Knabel), Madl, Schrott - Hölzl (44. Samwald), Lindström, Hattenberger, Mader, Kolousek - Orosz

Gelbe Karten: keine bzw. Mimm, Feldhofer, Schrott, Madl
(apa/red)

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