Rapid - Salzburg von

Bullen vor Titelgewinn

Maierhofer erzielt Goldtor zum 1:0-Sieg. Sechs Punkte Vorsprung auf Rapid.

  • Bild 1 von 22 © Bild: GEPA/Ort

    Red Bull Salzburg ist der Meistertitel wohl kaum noch zu nehmen.

  • Bild 2 von 22 © Bild: GEPA/Luger

    In der 49. Minute erzielt Stefan Maierhofer das Goldtor zum 1:0-Sieg gegen Rapid.

Red Bull Salzburg steht unmittelbar vor dem Gewinn des österreichischen Fußball-Meistertitels. Die Mozartstädter gewannen den Schlager der 33. Bundesliga-Runde gegen Rapid im ausverkauften Hanappi-Stadion mit 1:0 (0:0) und liegen damit drei Runden vor Schluss sechs Punkte vor den Grün-Weißen. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Ex-Rapidler Stefan Maierhofer in der 49. Minute aus einem Kopfball.

Vor allem in der Anfangsphase hatte die Partie das Prädikat Spitzenspiel verdient. Beide Teams suchten den schnellen Weg nach vorne, wobei die Salzburger die besseren Chancen vorfanden. In der 6. Minute scheiterte Jantscher mit einem Schuss aufs kurze Eck an Königshofer, sechs Minuten später traf Zarate nur das Außennetz, in der 24. Minute ging in Aufsitzer von Sekagya über die Querlatte. Königshofer konnte in der 27. Minute einen Leonardo-Schuss nur mit Mühe bändigen.

Doch auch Rapid kam gefährlich vor das gegnerische Tor: Burgstaller prüfte in der 6. Minute erstmals Walke und hatte in der 26. Minute Pech, als sein Volley knapp am langen Eck vorbeizog. Unmittelbar davor hatten die Hütteldorfer vergeblich einen Elfmeter gefordert, als ein Kopfball von Katzer an der Hand von Sekagya landete.

Jantscher mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung out
Nach rund 30 Minuten wurde die Partie zerfahrener und vor allem hektischer. Maierhofer kam in der 31. Minute nach einem Rempler gegen Königshofer mit Gelb davon und hätte wenige Minuten später nach einem Ellbogencheck gegen Pichler Rot sehen müssen. Dafür musste der zuletzt überragende Spieler der Salzburger vorzeitig vom Platz - nach einem Foul von Kulovits fiel Jantscher in der 38. Minute unglücklich zu Boden und wurde mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung vom Platz getragen.

Die Gäste zeigten sich vom Ausfall ihres Leistungsträgers aber keineswegs schockiert und erwischten einen optimalen Start in die zweite Hälfte. Leonardo schlug eine Maßflanke zur Mitte und Maierhofer war aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle (49.). In der 54. Minute köpfelte sich Maierhofer im eigenen Strafraum den Ball selbst an die Hand, diese Aktion wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer aber ebenfalls nicht mit Strafstoß geahndet.

In der letzten halben Stunde zog sich Salzburg tief in die eigene Hälfte zurück, Rapid wusste mit der Feldüberlegenheit jedoch nicht wirklich etwas anzufangen. Gefährlich wurde es nur bei Distanzschüssen, so etwa in der 65. Minute, als Hofmann die Latte traf. Kurz darauf hatte Walke bei einem Aufsitzer von Burgstaller Probleme, in der 75. Minute knallte Alar aus guter Position deutlich daneben.

Siebenter Meistertitel zum Greifen nah
Die "Bullen" vergaben bei Fehlschüssen von Zarate (62.) und Leitgeb (78.) sowie hochkarätigen Konterchancen durch Cristiano und Leitgeb (jeweils 85.) die Möglichkeit auf die vorzeitige Entscheidung, hatten aber auch so wenig Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Damit könnte der siebente Meistertitel - der vierte in der Red-Bull-Ära - schon am Donnerstag fixiert werden.

So ließ sich auch der Ärger über den Ausschluss von Salzburgs Co-Trainer Niko Kovac leichter verkraften. Der kroatische Ex-Teamspieler lieferte sich in der Pause im Kabinengang einen Disput mit einem VIP-Gast, der ihn beschimpft hatte, und wurde deshalb von Schörhenhofer auf die Tribüne geschickt.

SK Rapid Wien - Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)
Hanappi-Stadion, 17.000 (ausverkauft), SR Schörgenhofer

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler (80. Thonhofer), Katzer - Drazan (59. Grozurek), Heikkinen (72. Nuhiu), Kulovits, Hofmann - Alar, G. Burgstaller

Salzburg: Walke - Schwegler, Schiemer, Sekagya, Ulmer - Mendes - Zarate, Leonardo (92. Hierländer), Svento, Jantscher (41. Leitgeb) - Maierhofer (81. Cristiano)

Gelbe Karten: Pichler, Drazan, Hofmann, Heikkinen, Kulovits bzw.
Schiemer, Maierhofer, Leonardo

Kommentare

Meisterstück Ich muss eingangs feststellen, dass ich weder ein Anhänger der Grünweißen noch einer der Salzburger bin.
Aber spätestens seit der Bestellung des Unparteiischen-Trios aus dem Ländle war klar, wer aus dieser Partie als Sieger hervorgehen wird/muss.
Derart viele Pfiffe in die eine oder Nicht-Pfiffe in die andere Richtung sind beschämend und schaden dem österreichischen Fußball sehr, in dem anscheinend leider wirklich Geld vor dem sportlichen Wert kommt.

melden

SIEBENTER Meistertitel zum Greifen nah? Da werden wohl wieder einmal die Erfolge von Austria Salzburg der Mateschitz´schen Söldnertruppe angerechnet ... peinlich, wenn man Sportberichte schreibt, ohne die Fakten zu kennen, liebe News-Redaktion.

TanjaBöhm melden

Re: SIEBENTER Meistertitel zum Greifen nah? Lieber BadLieutenant!

Wir haben immer ein offenes Ohr für Anregungen und Beschwerden, aber in diesem Fall sind wir uns keiner Schuld bewusst. Wenn Sie die Geschichte genauer gelesen hätten, hätten sie folgenden Satz entdecken können: "Damit könnte der SIEBENTE Meistertitel - der VIERTE in der Red-Bull-Ära - schon am Donnerstag fixiert werden." Ihre Aussage, wir würden Sportberichte verfassen, ohne die Fakten zu kennen, ist in diesem Fall also nicht richtig.

Liebe Grüße, die NEWS.AT-Redaktion

melden

Re: SIEBENTER Meistertitel zum Greifen nah? Liebe Frau Böhm!

Danke für die Antwort. Lassen sie mich aber bitte meine Aussage präzisieren:

Bei Red Bull Salzburg und Austria Salzburg (ja, die gibt es noch!) handelt es sich um ZWEI völlig unterschiedliche Mannschaften die nichts gemeinsam haben ausser der Tatsache, dass Red Bull mit der gekauften ehemaligen Bundesliga-Lizenz der Austria Salzburg spielt.
In Bezug auf die Anzahl der Meistertitel daher von einer "Red-Bull-Ära" zu sprechen entbehrt daher jeglicher Grundlage (Oder würden sie die bisherigen Meistertitel von Red Bull auch als Meistertitel der Austria Salzburg führen?). Und das ist entweder auf Unkenntnis der Fakten zurückzuführen, oder auf absichtliches Negieren/Ignorieren.

Seite 1 von 1