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Rapid will Platz drei zurückerobern

Wiener im Nachtragsspiel in Wiener Neustadt in der Favoritenrolle

Rapid-Trainer Zoran Barisic © Bild: APA/Herbert Neubauer

Nach der witterungsbedingten Absage am Wochenende will der SK Rapid den umkämpften dritten Rang in der Fußball-Bundesliga wieder zurückerobern. Die Wiener sind heute Abend (18.30 Uhr im LIVE-Ticker auf NEWS.AT) diesbezüglich auf einen vollen Erfolg im Nachtragsspiel in Wiener Neustadt angewiesen. Die Blau-Weißen sind ihrerseits aber hoch motiviert. Mit einem 1:0 in Wolfsberg düpierte Neustadt zuletzt das Überraschungsteam der Liga.

Beide Mannschaften halten nach sieben Runden bei zwei Siegen. Rapid hofft nun auch erstmals auswärts auf drei Zähler. Die Statistik sieht die Hütteldorfer in der Favoritenrolle. Die Elf von Zoran Barisic ist gegen die Niederösterreicher seit fünf Partien ohne Niederlage und Gegentor, von den jüngsten 13 Duellen wurde nur eines verloren. Der Coach der Grünweißen warnte dennoch obligatorisch vor dem Gegner: "Sie haben sich sehr stabilisiert, gute Leistungen und Ergebnisse gebracht."

Wiener Neustadt besser in Form

Neben dem überraschenden Erfolg beim WAC holte Wiener Neustadt in der Runde davor auch einen 5:4-Heimsieg gegen die Admira. Seit der Umstellung von der in den ersten drei Saisonspielen erfolglos getesteten Dreier-Abwehr zurück zur Viererkette scheint der SC wieder in Tritt. Trainer Heimo Pfeifenberger sah die Systemumstellung dennoch nicht in erster Linie als ausschlaggebend.

"Wir sind zuletzt kompakter gestanden, arbeiten besser gegen den Ball, sind besser in den Umschaltphasen und haben jetzt auch mehr Selbstvertrauen", meinte der Salzburger. Er kann bis auf den rekonvaleszenten Kapitän Dennis Mimm, Mark Prettenthaler und Mario Ebenhofer aus dem Vollen schöpfen. Die Außenseiterrolle scheint den Neustädtern jedenfalls zu liegen. Noch dazu dürfte der tiefe Boden im Stadion Wiener Neustadt eher den Hausherren zugutekommen.

Spiel sollte stattfinden können

Am Mittwoch wird Schiedsrichter Oliver Drachta viereinhalb Stunden vor Matchbeginn zur Vorkommissionierung erwartet. Am Samstag konnte aufgrund von starken Regenfällen nicht gespielt werden. Aus derzeitiger Sicht steht dem Anpfiff nichts im Weg, wie die Gastgeber Dienstag meldeten. Barisic wollte sich mit den äußeren Gegebenheiten aber ohnedies nicht großartig beschäftigen. "Wir werden auf diese Situation eingestellt sein", bekräftigte er bereits vergangene Woche.

Für Rapid steht ebenso wie für die Neustädter die Fortsetzung ihres leichten Aufwärtstrends im Vordergrund. Nicht dabei sind die langzeitverletzten Deni Alar, Brian Behrendt und Michael Schimpelsberger. Innenverteidiger Christopher Dibon kehrt in die Startelf zurück.

Auch Grödig und Altach kämpfen um Platz drei

Auch die Bundesliga-Premiere zwischen Grödig und Aufsteiger Altach steht im Zeichen des Rennens um Platz drei. Nach der wetterbedingten Absage am Samstag ist die Nachtragspartie heute (18.30 Uhr) dafür ein Wegweiser. Bei je drei Zählern Rückstand auf den Dritten Admira hoffen die Tabellennachbarn gleichsam auf einen vollen Erfolg. Dafür muss beiderseits die Torausbeute verbessert werden.

Fünf Treffer hat Oberhaus-Rückkehrer Altach nach sieben Runden zu Buche stehen. Je zwei Tore gehen auf das Konto von Torjäger Hannes Aigner und Louis Ngwat-Mahop. Ersterer steht nach überstandener Bänderverletzung im Knöchel im Unterschied zu Samstag wieder zur Verfügung. Bei den bei acht Saisontoren haltenden Grödigern fällt mit dem Ex-Altacher Tomi hingegen ein Angreifer aufgrund einer Gelb-Sperre aus.

Altachs Trainer Damir Canadi versuchte in der Länderspielpause, eine gewisse "Zufriedenheit" aus die Köpfe seiner Schützlinge zu bringen. "Das ist nach dem Aufstieg und dem guten Start auch menschlich. Es fehlt manchmal das Quäntchen, um erfolgreich zu sein", meinte der Wiener. Das gelte auch für die Torausbeute. "Wir haben viele Torchancen, müssen sie aber auch verwerten." Das Ziel in Grödig laute deshalb ganz klar, mit drei Zählern die Heimreise anzutreten.

Grödig peilt dritten Heimsieg an

Die ebenfalls bei acht Punkten haltenden Grödiger haben ihre zwei Saisonsiege vor heimischer Kulisse geholt. Gegen Altach soll Nummer drei folgen, womit sich die Salzburger laut Trainer Michael Baur "gleich wieder mehr nach oben orientieren" könnten. "Es ist ein Heimspiel und hier kann nur ein voller Erfolg das Ziel sein. Wir werden alles daran setzen, um nach der Niederlage gegen Rapid wieder zu einem Erfolgserlebnis zu kommen", erinnerte Baur an das 0:2 in Wien Ende August.

In der Offensive soll anstelle von Tomi Roman Wallner hinter Solo-Spitze Yordy Reyna agieren. Der vor zweieinhalb Wochen verpflichtete Nigerianer Sunday Emmanuel wird auf der Bank Platz nehmen. Der 22-jährigen Stürmer sammelte im Testspieleinsatz gegen den LASK Spielpraxis, ihm wird aber noch eine Eingewöhnungsphase zugestanden. Die Rasenverhältnisse sind kein Problem, bereits Dienstagabend war der FC Liefering im Das.Goldberg Stadion in der Ersten Liga gegen Hartberg im Einsatz.

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