Rapid kickt Kärnten 4:0 aus "St. Hanappi": Wiener Rekordmeister gibt sich keine Blöße

Klare Sache: Schnelles Bazina-Tor besiegelt Schicksal Kärnten scheitert an katastrophaler Pass-Leistung

Der SK Rapid hat sich durch einen 4:0-Sieg gegen Kärnten im Nachtragsspiel zur 4. Runde wie erwartet auf Rang zwei in der T-Mobile-Bundesliga katapultiert und liegt nach fünf Runden einen Punkt hinter den grün-weißen Farben-Kollegen aus Mattersburg. Nach den Problemen im Hanappi-Stadion beim 0:0 gegen die Austria aus Wien war die Austria aus Klagenfurt kein ebenbürtiger Gegner des Rekordmeisters, der nun schon 18 Bundesliga-Heimspiele (10 Siege, 8 Remis) seit der 1:4-Schlappe vor einem knappen Jahr gegen den GAK im St. Hanappi ungeschlagen ist.

Bazina, Katzer, Bilic und Boskovic trafen jeweils zum zweiten Mal in dieser Saison zum höchsten Meisterschaftsspiel der Hütteldorfer seit dem 6:0 gegen Ried in der Saison 05/06. Sowohl mit dem alten FC Kärnten (2001/1:0) als auch mit dem GAK (2004/4:0) hatte Walter Schachner als Trainer in Hütteldorf gewonnen, doch an diesem Abend war für seine Elf absolut nichts zu holen. Mario Bazina, neben u.a. Mario Tokic einer der Schützen beim damaligen 4:0, eröffnete bereits in der 4. Minute den Trefferreigen. Der Kroate war nach Doppelpass mit Hofmann und der Zwischenstation Bilic/Ortlechner und abermaliger Vorlage von Hofmann aus kurzer Entfernung zum 1:0 erfolgreich.

Die aggressiv, schwungvoll, auch immer wieder über die Flügel stürmenden Hausherren dominierten vor dem Seitenwechsel das Geschehen eindrucksvoll und das 2:0 war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Es fiel in der 32. Minute, als Katzer den Freistoßball von Hofmann mit der Schulter ins Tor abfälschte. Der Deutsche, bester Mann auf dem Platz, "bombardierte" wiederholt das Kärnten-Tor, hatte mit seinen Schüssen (aus dem Spiel und aus Freistößen/13.,20., 56., 63.) aber an diesem Abend einfach kein Glück.

Die Gäste waren vor der Pause nur einmal (bei einem abgefälschten Schuss von Ledwon/16.) wirklich gefährlich, zeigten nach Seitenwechsel aber doch mehrmals, dass auch sie das gegnerische Tor zumindest sporadisch im Visier hatten. So in der 46. Minute, als Mössner mit einem guten Weitschuss an Payer scheiterte. Wolf traf danach einmal das Außennetz (52.) und einmal Payer selbst (68.). Payer patzte gleich bei drei Eckbällen von Ketelaer von der rechten Seite, wobei Katzer beim ersten Mal (57.) in extremis rettete.

Erfolgreicher war aber Rapid, als Bilic eine exakte Flanke von Kavlak von der rechten Seite zum 3:0 in die rechte Ecke köpfelte (50). Weitere Möglichkeiten ließen Bazina (73.) und vor allem der eingewechselte Hoffer (scheiterte nach Idealpass des kurz vorher ins Spiel gekommenen Fabiano allein vor Schranz an diesem/82.). In der 91. Minute stellte der ebenfalls eingewechselte Boskovic nach Pass von Fabiano mit einem platzierten Flachschuss in die rechte Ecke den Endstand her. Es war der dritte Saisonsieg der Wiener und gleichzeitig die dritte Niederlage der Kärntner. Die Schlachtgesänge der Rapid-Fans waren an diesem Abend ein Ohrwurm.

Torfolge:
1:0 ( 4.) Bazina
2:0 (32.) Katzer
3:0 (50.) Bilic
4:0 (91.) Boskovic

Rapid: Payer - Thonhofer, Tokic, Patocka, Katzer - Kavlak,
Heikkinen, Hofmann, Korkmaz (57. Hoffer) - Bazina (81. Fabiano),
Bilic (69. Boskovic)

Kärnten: Schranz - Bubenik, Weber (42. Prawda), Chaile, Ortlechner - Wolf, Ledwon, Junuzovic (84. Zakany), Ketelaer - Fidjeu-Tazemeta (69. Kollmann), Mössner

Gelbe Karten: Kavlak bzw. Bubenik, Fidjeu, Ledwon

(apa/red)