Rapid wankt ohne zu fallen: Glücklicher Heimsieg gegen tapfere Kapfenberger

Zwei Tore in Nachspielzeit bringen 5:3-Erfolg Boskovic, Jelavic und Hofmann als Matchwinner

Rapid wankt ohne zu fallen: Glücklicher Heimsieg gegen tapfere Kapfenberger © Bild: APA/Hochmuth

Rapid hat einen hochverdienten, aber überaus glücklichen 5:3-Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten aus Kapfenberg gefeiert. Treffer von Jelavic (20., 57.), Boskovic (41.,92.) und Hofmann (95.) bzw. Felfernig (45.) und Alar (51., 67.) sorgten dafür, dass zwei Serien weitergingen. Der Rekordmeister aus Hütteldorf ist seit elf Meisterschaftsrunden ungeschlagen, die Steirer sind seit ebenso vielen Spielen sieglos.

Rapid verkürzte damit den Vorsprung zumindest für etwas mehr als 20 Stunden auf Tabellenführer und Titelverteidiger Salzburg, der am Samstagnachmittag im Heimspiel auf Aufsteiger Wr. Neustadt trifft, auf drei Punkte. Der Pacult-Elf gelang mit dem Erfolg auch die Generalprobe für das Wiener Derby am Mittwochabend auswärts gegen den Erzrivalen Austria Wien aus Favoriten.

Nach einer Schrecksekunde in der Startminute, in der Kapfenberg-Stürmer Alar die Innenverteidiger Eder und Soma ausstiegen ließ und an Hedl scheiterte, machte Rapid das Spiel, ließ aber gegen die brav mitspielenden Kapfenberger Chancen in Hülle in Fülle aus. So kassierten die Kapfenberger vor der Pause nur aus zwei Standardsituationen Tore: Zunächst legte Boskovic einen Freistoß mit der Ferse auf Hofmann ab, der ideal auf den Kopf von Jelavic flankte (20.). Auch das 2:0 resultierte aus einer einstudierten Aktion, diesmal spielte Hofmann den Freistoß per Querpass auf den in der Mitte lauernden Boskovic, der perfekt vollendete (41.).

Überlegene Rapidler
Zu diesem Zeitpunkt hätte es aber gut und gerne schon 5:0 heißen können. Denn Jelavic hatte bereits in Minute zehn nach Hofmann-Pass einen Sitzer, den Wolf noch an die Querlatte gelenkt hatte, vergeben. Auch Hofmann (26.), Salihi (33./beide daneben) und Boskovic (35./Weitschuss, den Wolf über die Latte lenkte) ließen gute Möglichkeiten aus. Und so bewahrheitete sich wieder einmal die alte Fußball-Weisheit, dass man Tore, die man nicht schießt, bekommt. Noch vor der Pause erzielte Felfernig nach einem blitzschnellen Gegenstoß per "Gurkerl" den Anschlusstreffer (45.), und nach der Pause setzte sich Alar nach einem weiten Ausschuss von Wolf, der von Thonhofer unglücklich mit dem Kopf verlängert worden war, gegen Eder durch und traf zum 2:2 (51.).

Beim Ausgleich blieb es aber nur sechs Minuten, denn dann war Jelavic nach einer Hofmann-Flanke erneut per Kopf zur Stelle (57.) und hält nun bei 17 Saisontoren. Die Rapidler agierten aber weiterhin zu lässig und leichtsinnig, und so stellte Alar nach Vorarbeit von Felfernig auf 3:3 (67.). Danach war wieder Rapid am Drücker, als Kavlak den eingewechselten Gartler per Stanglpass bediente. Doch Kapfenberg-Verteidiger Rauscher rettete auf der Linie und schaffte das Kunststück, den Ball zwischen Stange und den am Boden liegenden Gartler aus der Gefahrenzone zu schießen (69.).

Auch danach ließen die Rapidler zahlreiche "Hunderter" aus, vor allem Gartler vergab völlig freistehend vom Elferpunkt aus kläglich (83.), nachdem zuvor Schlussmann Wolf mit einer Parade einen Hofmann-Freistoß entschärft hatte (78.). Und so durften die mehr als 15.000 Fans der Grün-Weißen erst in der Nachspielzeit über den erwarteten Sieg jubeln. Boskovic stellte aus kurzer Distanz auf 4:3 (92.), Hofmann besorgte noch in Minute 95 aus einem Konter das 5:3 (95.). Der Rapid-Regisseur hält damit schon bei 18 Saisontoren und ebenso vielen Assists.

(apa/red)