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Derby der Sieglosen

Wiener Traditionsklubs laufen seit über vier Runden verzweifelt einem Sieg hinterher

Fakten - Derby der Sieglosen © Bild: APA

Das 317. große Wiener Fußball-Duell geht als "Derby der Sieglosen" in die jüngere Bundesliga-Geschichte ein. Die seit vier Runden sieglose Austria gastiert am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins und Sky) beim seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartenden Erzrivalen Rapid. Für die Violetten steht im Ernst-Happel-Stadion nicht nur der Kampf um die Vorherrschaft in der Hauptstadt auf dem Spiel.

Die drittplatzierte Austria weist sechs Runden vor Saisonende fünf Zähler Rückstand auf den Zweiten Rapid auf. Die Admira und Sturm Graz sitzen den strauchelnden "Veilchen" im Rennen um einen Europacup-Fixplatz aber nun wieder im Nacken. Den Vier- bzw. Fünf-Punkte-Abstand auf die Verfolger will die Austria nicht weiter schrumpfen lassen.

Wie der Stadtrivale ärgerte sich auch die Austria zuletzt über einen vermeidbaren Punkteverlust. Gegen Schlusslicht Grödig setzte es zu Hause ein 0:2, wobei die Austria Topchancen ungenutzt ließ und bei den Gegentoren unkonzentriert zu Werke ging. Trainer Thorsten Fink war deshalb aber nicht beunruhigt. "Wenn wir weiter unsere Arbeit abliefern, werden die Siege wieder kommen", betonte der Deutsche, dessen Team in den jüngsten drei Spielen nicht einmal ein Tor gelang. "Irgendwann platzt der Knoten. Nur wer häufig aufs Tor schießt, wird treffen", meinte Fink jedoch.

Für beide Seiten viel auf dem Spiel

Für Kapitän Robert Almer war die Marschroute ebenfalls klar. "Wir müssen unsere Leistung im Offensivbereich fortsetzen und den Ball mit aller Gewalt über die Linie drücken", sagte der Teamtorhüter. Für Austria und Rapid gehe es gleichsam um viel. "Es ist für beide Vereine im Moment nicht die einfachste Situation. In solchen Phasen kommt ein Derby genau richtig", betonte Almer. Mitspieler Alexander Grünwald forderte: "Wir müssen den Turnaround schaffen, es warten Endspiele auf uns."

Die Austria gewann das Auswärtsduell im Herbst mit 2:1 wobei sich Almer eine schwere Knieverletzung zuzog und monatelang ausfiel. Rapid siegte indes in der Generali Arena des Rivalen in dieser Saison beide Male klar (5:2, 3:0). In den vergangenen 23 Duellen gewann die Heim-Mannschaft überhaupt nur viermal.

"Wir werden mutig auftreten, wollen agieren", gab Barisic preis. Dass der Erzrivale seinem Team nichts schenken wird, ist dem Wiener bewusst. "Derby ist Derby, immer sehr brisant. Mich stimmt aber zuversichtlich, wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt, sie hat ein sehr großes Kämpferherz, arbeitet zusammen und will weiterkommen", so Barisic. Rapids Coach hat gegen die Austria eine positive Bilanz, sechs Siegen stehen drei Remis und vier Niederlagen gegenüber.

20.000 Tickets bereits verkauft

Das vierte Ligasaisonderby wird vor einem tollen Kulisse über die Bühne gehen. Bis am Freitag waren 20.000 Tickets verkauft. Prächtig verläuft weiterhin auch der Abo-Verkauf der Hütteldorfer für die Premierensaison im neuen Allianz-Stadion.

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