Ralph Kreibich in Sevilla Ruder-WM-Sechster

Medaillen für 27-Jährigen wie erwartet außer Reichweite Uhl/Hartl Elfte; Kessler bilanziert trotz Vierer-Out positiv

Ralph Kreibich in Sevilla Ruder-WM-Sechster

Der Salzburger Ralph Kreibich hat am Samstag in seinem ersten A-Finale bei Ruder-Weltmeisterschaften Rang sechs belegt. Der 27-Jährige kam im Endlauf des Schweren Einers über den letzten Platz nicht hinaus, durfte aber dennoch positiv bilanzieren. Immerhin hatte es elf Jahre gedauert, bis ein Österreicher wieder in ein WM-Einer-Finale vorgestoßen ist. 1991 in Wien hatte es Harry Faderbauer (6.) geschafft. Christof Uhl/Raphael Hartl wurden am Samstag in Sevilla im Schweren Doppelzweier Gesamt-Elfte.

Kreibich war voller Selbstvertrauen auf die 2.000-m-Distanz gegangen und lag bei einem Viertel der Distanz auch auf Position fünf, doch der Niederländer Dirk Lippits distanzierte den Österreicher schließlich noch um mehr als acht Sekunden. Die Top Vier waren wie erwartet eine Klasse für sich. Den Titel holte Marcel Hacker, der bei sehr guten Bedingungen mit 6:36,33 Minuten Weltrekord fuhr und für Deutschland den ersten Einer-Titel seit 1994 holte. Die weiteren Medaillen gingen an Iztok Cop (SLO) und Olaf Tufte (NOR).

ÖRV-Cheftrainer Martin Kessler war mit dem Abschneiden Kreibichs durchaus zufrieden: "Er hat aus der WM das Maximale gemacht, indem er im Halbfinale die Gunst der Stunde genützt hat. Er hat den Niederländer zu Beginn zwar heraus gefordert, aber auch ihn hat er noch nie geschlagen", spielte der Vorarlberger darauf an, dass die Endlauf-Gegner für Kreibich doch eine Nummer zu groß waren. Kessler lobte auch Uhl/Hartl, die im B-Finale Rang drei nur um 0,18 Sek. verpasst hatten. "Sie liegen nur vier Sekunden hinter dem Finale."

Kessler zog bereits ein WM-Resümee, auch wenn es am Sonntag für den Leichtgewichts-Vierer noch um den Sieg im B-Finale geht. "Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Die Leistungen von Kreibich und Uhl/Hartl waren optimal und der Vierer ist trotz des Ausscheidens im Halbfinale bei den Besten dabei. Auf die Dänen als vermutliche Weltmeister fehlen nur vier Sekunden." Kessler will nun jedenfalls einmal aus der WM seine Schlüsse ziehen, um den Abstand zur Spitze zu verringern.

In Blickrichtung Olympia-Quotenplätze sieht der Coach sein Team jedenfalls auf einem guten Weg. Diese gilt es bei der nächstjährigen WM in Mailand zu ergattern. Die Anzahl an Quotenplätzen hängt von der jeweiligen Bootsklasse ab.