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Motorradpilot aus Polen
starb bei Rallye Dakar

Polnischer Fahrer Michal Hernik wurde leblos gefunden - Ursache noch unklar

Michal Hernik © Bild: ALEJANDRO PAGNI/AFP/Getty Images

Die diesjährige Rallye Dakar beklagt nach nur drei Etappen ihr erstes Todesopfer. Der polnische Motorradfahrer Michal Hernik wurde am Dienstag auf der Etappe von San Juan nach Chilecito bei Kilometer 206 rund 300 Meter von der Strecke entfernt leblos gefunden, wie die Veranstalter am späten Abend mitteilten.

Die Ursache sei noch unklar. Es gebe keine äußeren Anzeichen eines Unfalls, hieß es. Hernik starb mit 39 Jahren.

Der Tagessieg der argentinischen Lokalmatadoren Orlando Terranova/Bernado Graue vor den Gesamtzweiten, Dirk von Zitzewitz aus Karlshof und sein Fahrer Giniel de Villiers, geriet zur Nebensache. Auch, dass das deutsch-südafrikanische Duo im Toyota Hilux seinen Rückstand auf den Spitzenreiter Nasser Al-Attiyah im BMW Mini auf nur noch rund fünf Minuten verkürzte.

Anfänger

Im Gegensatz zu den Spitzenpiloten ob im Auto, Lkw, Quad oder auf dem Motorrad war Hernik ein Anfänger, was die legendärste Rallye der Welt angeht. Zwei Jahre hatte er alles getan, um sich seinen Traum von der Dakar zu erfüllen. "Aber wir wissen nicht, was uns während dieser Rallye erwartet", hatte er vor dem Start in das anspruchsvolle Offroad-Abenteuer zugegeben. Mit der Startnummer 82 auf seiner KTM nahm er die Dakar 2015 in Angriff. Erfahrungen hatte er vorher bei Rallyes in Marokko und Abu Dhabi gesammelt.

Fünftes Opfer

Bisher kostete die Dakar in ihrer Geschichte mehr als 60 Menschen das Leben, von Teilnehmern über Zuschauer bis Journalisten. Hernik ist das fünfte Opfer der bisher sieben Dakar-Rallyes in Südamerika.

Vor einem Jahr war auf dem Weg von Chilecito nach San Miguel de Tucuman der belgische Motorradfahrer Eric Palante im Alter von 50 Jahren bei seiner elften Dakar-Teilnahme verunglückt. Zudem waren zwei nicht akkreditierte Journalisten ums Leben gekommen, als sie mit ihrem Wagen in eine Schlucht stürzten.

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