Rallye Dakar von

Peterhansel holt Sieg

Franzose überglücklich: "Unglaublich, dass ich zum zehnten Mal gewonnen habe"

Rallye Dakar - Peterhansel holt Sieg © Bild: Reuters

Redkordsieger Stephane Peterhansel hat seiner beeindruckenden Dakar-Serie einen weiteren Triumph hinzugefügt. Nach weit über 7.000 Kilometern durfte der Franzose in Perus Hauptstadt Lima über seinen bereits zehnten Erfolg (sechsmal mit dem Motorrad, viermal mit dem Auto) bei der härtesten Rallye der Welt jubeln. Auch bei den Motorrädern gab es ein bekanntes, französisches Siegergesicht: KTM-Fahrer Cyril Despres brachte seinen Vorsprung souverän ins Ziel und setzte sich zum bereits vierten Mal die Dakar-Krone auf. Der Tagessieg ging an den US-Amerikaner Robby Gordon.

"Wenn man bedenkt, wie schwer die Dakar ist, ist es unglaublich, dass ich zum zehnten Mal gewonnen habe", sagte der 46-jährige Peterhansel, der nach dem Ausstieg der dreimal in Serie siegreichen VW-Flotte im Mini zum Maß aller Dinge avancierte. "Es wird schwer, diesen Rekord zu schlagen". Mit fünf Etappensiegen baute er seine Führung kontinuierlich aus, die er seit der vierten Etappe übernommen hatte und lag schließlich 41:56 Minuten vor seinem spanischen X-Raid-Teamkollegen Joan Roma, der ebenfalls einen Mini pilotiert.

Erster Dakar-Sieg vor 21 Jahren
Sechsmal gewann Peterhansel die Dakar auf dem Motorrad, das erste Mal vor sage und schreibe 21 Jahren. Mit seinem souveränen Triumph im Mini machte er nun den vierten Erfolg in einem Auto perfekt. Der ehemalige französische Skateboard-Meister hatte seinen bis dahin letzten Dakar-Sieg 2007 gefeiert. Nach dem vorzeitigen Aus 2009 musste er sich in den vergangenen beiden Jahren mit dem vierten Platz begnügen.

Despres holt sich Sieg in Motorrad-Wertung
Einen Dreifachsieg des deutschen X-Raid-Teams verhinderte indes der Südafrikaner Giniel de Villiers als Dritter (+1:13:25). In der Motorradwertung brachte der Franzose Cyril Despres seinen Vorsprung nach der vorletzten Etappe souverän ins Ziel. Sein ärgster Widersacher, Marc Coma, hatte sich am Samstag verfahren und zudem über technische Probleme geklagt - am Ende betrug der Rückstand 53:00 Minuten. Im Dauerduell der beiden führt Despres nun mit vier Dakar-Siegen vor dem dreimaligen Gewinner Coma.

Rallye fordert Todesopfer
Bei allem Jubel zum Schluss sollten die schrecklichen Nachrichten vor allem zu Beginn der vierten Auflage in Südamerika nicht vergessen werden. Gleich zum Auftakt war Motorradpilot Jorge Martinez Boero aus Argentinien tödlich verunglückt. Es folgten weitere schlimme Unfälle, teilweise waren es Kollisionen mit Tieren, teilweise wurden die Fahrer Opfer der Strapazen.

Ein Vater stürzte dann auch noch mit seinem Sohn in einem Ultraleichtflugzeug ab, als sie den Dakar-Tross aus der Luft beobachten wollten. Beide kamen ums Leben. Insgesamt forderte die Dakar seit ihrer ersten Austragung 1979 rund 60 Todesopfer.

Die 33. Auflage war am 1. Jänner in Mar del Plata gestartet. Sie führte durch Argentinien, Chile und erstmals durch Peru. Von den 14 angesetzten Etappen wurden 13 gefahren. Wegen Regen und Schnees war die sechste Etappe abgesagt worden.

Kein Österreicher im Endklassement
Österreichs einziger Teilnehmer, der Salzburger KTM-Privatfahrer Ferdinand Kreidl, musste wegen eines Kupplungsdefekts auf der siebenten Etappe die Segel streichen.