Rallye Dakar von

Das nächste Rallye-Unglück

Franzose Coue bewusstlos in den Dünen gefunden

Rallye Dakar - Das nächste Rallye-Unglück © Bild: APA/EPA

Die schlimmen Nachrichten von verunglückten Motorradfahrern in der Rallye Dakar reißen nicht ab. Wie argentinische Medien berichteten, wurde der Franzose Sebastien Coue am Montag in den Dünen von El Nihuil gefunden. Wie lange er der prallen Sonne ausgesetzt war, ist unbekannt. Coue soll bewusstlos gewesen sein.

Er wurde den Berichten zufolge mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Schestakow in San Rafael gebracht. Coue sei bei einer Körpertemperatur von 40 Grad in ein Koma versetzt worden, erklärte Spitals-Direktor Alberto Dauverne der argentinischen Nachrichtenagentur DyN.

Zustand kritisch
Dauverne hatte den Zustand des Piloten am Montag als kritisch eingestuft. Er habe keinen Unfall erlitten, sondern sei wegen der großen Hitze von über 40 Grad Celsius in Ohnmacht gefallen. Leichte Entwarnung gab es am Dienstag von Coues Team. Er sei wieder bei Bewusstsein, schrieb das Team Performance Enduro auf seiner Homepage. Die Situation scheine weniger besorgniserregend als zu dem Zeitpunkt, als Coue ins Krankenhaus gebracht worden sei.

Peterhansel gab Führung ab
Stephane Peterhansel hat währenddessen seine Führungnach nur einem Tag wieder abgeben müssen. Der Franzose, der das berüchtigste Offroad-Rennen bereits sechsmal auf dem Motorrad und dreimal mit dem Auto gewinnen konnte, hatte an seinem Mini zwei Reifenschäden zu beklagen. Peterhansel verlor dadurch auf der 208 Kilometer langen Wertungsprüfung mehr als sechs Minuten auf den Tagesschnellsten und Teamkollegen Nani Roma aus Spanien.

Zweiter wurde bei der Etappe von San Rafael nach San Juan in einem weiteren Mini der Pole Krzysztof Holowczyc. Holowczyc holte sich damit die Führung in der Gesamtwertung vor Robby Gordon aus den USA im Hummer. Der in der Gesamtwertung auf Platz sechs gereihte Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar, der am Montag im Hummer die zweite Etappe für sich entschieden hatte, landete auf der dritten Etappe von San Rafael nach San Juan auf Rang drei.

Despres bei Motorrädern vorn
Auch bei den Motorrädern gab es eine Verschiebung auf den vorderen Rängen. Der Franzose Cryil Despres auf KTM sicherte sich durch seinen Tagessieg vor dem Niederländer Frans Verhoeven Platz eins. Der bisher voran liegende Spanier Marc Coma verlor als Siebenter über 13 Minuten auf seinen Teamkollegen und liegt gesamt mit nun etwas mehr als zehn Minuten Rückstand auf dem zweiten Platz.